Dienstag, 28. November 2006

Nach Amokläufen in USA & Deutschland:
HTL-Schüler nach Drohungen suspendiert

  • Burgenland: Soll "Todeslisten" geführt haben
  • Suspendierung sei "eine vorläufige Maßnahme"

Nach Amokläufen in den USA und in Deutschland steigt auch in Österreich die Sensibilität beim Thema Gewalt in der Schule. In Eisenstadt ist ein HTL-Schüler vom Unterricht suspendiert worden. Laut "Kurier" soll der 17-Jährige Mitschüler bedroht haben. Außerdem soll er behauptet haben, eine "Todesliste" zu führen, um sich gegebenenfalls an Mitschülern und Lehrern zu rächen.

Als er von dem Problem erfuhr, habe er sofort Maßnahmen gesetzt, so der Direktor der HTBLA, Stefan Wagner, auf APA-Anfrage. Mit dem Schüler und seiner Mutter habe es ein Gespräch gegeben, auch der Landesschulrat wurde kontaktiert. Nun habe man sich dann entschlossen, den Schüler vorerst für zwei Wochen freizustellen. In dieser Zeit wolle man versuchen, dem Betroffenen die Chance zu geben, die Dinge richtig zu stellen.

Dem Schüler werde in der Zwischenzeit die Chance gegeben, den Stoff mitzulernen. Neben der Möglichkeit einer schulpsychologischen Betreuung soll auch der Jugendanwalt eingeschaltet werden, erklärte Landesschulratspräsident Resch. Geklärt werden soll nun, ob der Schüler in einer Art "Trotzreaktion" leichtfertig Drohungen gegen Jugendliche ausgestoßen habe oder ob der Betroffene "das ernst meint". Dann würde ein Schulausschluss erfolgen.

"Vorläufige Maßnahme"
Die Suspendierung sei "eine vorläufige Maßnahme, um die Sache deeskalieren zu lassen." Eine Liste sei nicht gefunden worden, "irgendjemand hat das gehört", so Resch.

(apa/red)

28.11.2006 15:12