16-Jährige aus NÖ gilt seit Ende Juni als vermisst: "Kein konkreter Tötungsverdacht"
- Akt von Julia Kührer an Mordkommission übertragen
Die 16-jährige Julia Kührer aus Pulkau (Bezirk Scheibbs) gilt seit Ende Juni als vermisst. Nun ist der Akt der Jugendlichen an ein Ermittlungsteam des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ) übertragen worden. Es bestehe allerdings "kein konkreter Tötungsverdacht", wies der zuständige Leiter, Leopold Etz, zurück.
Die Tageszeitung "Heute" hatte kolportiert, wonach ein Bekannter der Familie ins Visier der Fahnder gerückt sei und nun alle Ermittlungen in Richtung Gewaltverbrechen laufen würden. Es gebe diesbezüglich jedoch "keine Verdachtslage", sagte Etz der APA.
Die Tatsache, dass der Fall dem Ermittlungsteam übergeben wurde, bedeute nicht zwangsläufig, dass tatsächlich ein Verbrechen vorliege. Etz beschrieb diesen Vorgang als eine Art des "Cold Case Managements" innerhalb des LK NÖ. "Wir werden die Hinweise neu aufrollen, überarbeiten und mit anderen Augen betrachten", so der Kriminalist.
Julia Kührer ist seit 27. Juni 2006 als vermisst gemeldet. Die Jugendliche ist rund 1,65 Meter groß und zirka 48 Kilo schwer. Sie hat eine Narbe an der Unterlippe, Muttermale im Gesicht und brünette schulterlange Haare. Zum Zeitpunkt des Verschwindens war sie mit einem weißen Arbeitskittel, grau-schwarzen Jeans und rosa Trägerleibchen bekleidet.
Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30-3333 entgegen.
(apa/red)
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