Rund 1,1 Prozent weniger Nächtigungen:
Sommertourismus ist weiter ein Problemkind
- Aufenthaltsdauer sinkt, Trend zur Qualitätshotellerie
- Die Zahl der Ankünfte stieg trotzdem um 2,1 Prozent

·Wieder Zuwachs für Wien-Tourismus
5,5 Prozent mehr Gäste- nächtigungen im Oktober
·Tourismus wächst ungebremst weiter
Pisa-Forum: Billig-Flieger feuern den Markt an
·Franzosen sind nicht nett genug zu Gästen
Touristen finden sie
"arrogant und ärgerlich"
Mit einem blauen Auge davongekommen ist heuer der heimische Toruismus. Die Zahl der Nächtigungen (Mai bic Oktober) ging trotz des verregneten und kühlen August nur um 1,1 Prozent auf 59 Millionen zurück. Die Zahl der Ankünfte stieg hingegen um 2,1 Prozent auf 15,9 Millionen, so die Statistik Austria am Freitag. Der Monat Oktober brachte ein 4,4-prozentiges Nächtigungsplus auf knapp 6,0 Mio. sowie ein Ankünfteplus von 1,1 Prozent auf 1,9 Millionen.
Der heimische Tourismus ist in der Sommersaison 2006 (Mai bis Oktober) trotz des weitgehend verregneten, kühlen Augusts mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Zahl der Nächtigungen ging um 1,1 Prozent auf 59,0 Mio. zurück, die Zahl der Ankünfte stieg hingegen um 2,1 Prozent auf 15,9 Mio., teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Der Monat Oktober brachte ein 4,4-prozentiges Nächtigungsplus auf knapp 6,0 Mio. sowie ein Ankünfteplus von 1,1 Prozent auf 1,9 Millionen.
Problemkind Sommer
Der österreichische Sommertourismus gilt seit Jahren als Problemkind, da er mit rückläufigen bis stagnierenden Nächtigungszahlen kämpft. Die Sommersaison 2005 hatte ein nur geringfügiges Nächtigungsminus von 0,4 Prozent auf 59,6 Millionen Übernachtungen gebracht, im Sommer 2004 war die Zahl der Nächtigungen um 2 Prozent zurückgegangen.
Gäste bleiben kürzer
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank im Sommer 2006 im Vergleich zur Vorjahres-Saison von 3,8 Tagen auf 3,7 Tage. Verantwortlich für den Nächtigungsrückgang waren die sinkenden Ausländernächtigungen, die um 2,2 Prozent zurückgingen, während die Zahl der Inländernächtigungen um 1,6 Prozent stiegen. Die Nächtigungen von Gästen aus Deutschland - dem Hauptherkunftsmarkt für den österreichischen Tourismus - gingen um 4,8 Prozent bzw. 1,17 Mio. Nächtigungen zurück. Aber auch Gästenächtigungen aus anderen wichtigen Herkunftsländern zeigten abnehmende Tendenz, bei Gästen aus den Niederlanden wurde ein Minus von 3,6 Prozent verzeichnet, aus Belgien von 1,9 Prozent und aus Italien von 2,7 Prozent. Die Zahl der Gäste aus den USA stieg hingegen stark um 9,6 Prozent, die der Gäste aus Frankreich um 3 Prozent.
Urlaub im eigenen Land
Die Zahl der Inländerankünfte stieg von Mai bis Oktober um 4,7 Prozent auf rund 5,7 Mio., jene der Ausländer um 0,7 Prozent auf rund 10,3 Mio. Bei deutschen Gästen ging die Zahl der Ankünfte allerdings um 2,6 Prozent zurück, bei italienischen Gästen um 3,4 Prozent.
Luxus boomt
Der bereits seit mehreren Saisonen bestehende Trend zu höher kategorisierten Hotels hielt auch im Sommer 2006 an. In Vier- und Fünf-Stern-Betrieben stieg die Zahl der Nächtigungen um 3,7 Prozent, in Drei-Stern-Betrieben ging sie hingegen um 0,5 Prozent zurück, in Zwei- und Einsternbetrieben um 6,0 Prozent. Rückläufig war auch die Anzahl der Nächtigungen in Privatquartieren (minus 8,0 Prozent) und in privaten Ferienhäusern/-wohnungen (minus 5,1 Prozent).
Die Verlierer
In fünf Bundesländern war die Nächtigungsbilanz negativ, wobei Kärnten mit minus 5,6 Prozent am stärksten betroffen war. Positiv entwickelten sich hingegen die Ergebnisse in Wien (plus 5,1 Prozent), Salzburg (plus 1,6 Prozent), Oberösterreich (plus 0,1 Prozent) und Niederösterreich (plus 2,4 Prozent). Die insgesamt positive Entwicklung der Ankünfte beruht insbesondere auf Zunahmen in Salzburg und Wien mit je 5,3 Prozent und in Niederösterreich mit plus 4,0 Prozent.
Oktober
Im Monat Oktober nahmen nach nächtigungsstärksten Herkunftsländern betrachtet die Gästenächtigungen aus Deutschland um 2,2 Prozent auf 2,3 Mio. zu, ebenso wie jene aus den Niederlanden (plus 20,1 Prozent), aus Belgien (plus 49,2 Prozent), aus den USA (plus 13,2 Prozent) und aus Frankreich (plus 15,7 Prozent). Die Zahl der Nächtigungen aus Italien nahmen hingegen um 19,4 Prozent ab. Im Oktober wurden in allen Bundesländern Nächtigungszuwächse erzielt, die höchsten in Niederösterreich mit plus 9,4 Prozent, gefolgt von Salzburg (plus 7,9 Prozent) und Oberösterreich (plus 6,3 Prozent).(apa/red)
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