Dienstag, 21. November 2006

Auge und Ohr für Kommunikation am PC:
"Heimvorteile" mit Webcams von Microsoft

  • Simple Implementierung in XP für Chats und Blogs

Fotos und bewegte Bilder bringen Leben ins Internet. Während bei YouTube täglich hunderte von neuen Videoclips erscheinen, blicken sich andere beim Online-Chat tief in die Augen. Dafür sorgt die Web-Cam mit integriertem Mikrofon, die der Kommunikation am PC Auge und Ohr gibt.

Neben etablierten Web-Cam-Herstellern wie Logitech, Creative oder Labtec bietet jetzt auch Microsoft winzige PC-Kameras an. Diese sind eng mit dem "Windows Live Messenger" verbunden, der vor allem von Jugendlichen für den täglichen Austausch mit Freunden genutzt wird. Neben dem herkömmlichen Chatten mit flinken Fingern ermöglicht die am oberen Monitorrahmen befestigte Kamera auch Videoanrufe: Um den PC zum Bildtelefon zu machen, drückt man eine Taste an der Kamera, wählt in der Kontaktliste des Messengers einen Bekannten, der gerade online ist und klickt auf die Schaltfläche für Videoanrufe.

Bildlein streck' dich...
Die Weitwinkelkamera wird mit der Software "Microsoft Live Cam" ausgeliefert, mit der unabhängig vom Messenger Standfotos und Videos aufgenommen werden. Das Modell LifeCam VX-6000 hat eine maximale Kameraauflösung von 1,3 Megapixel. Videos können so mit einer vollen Bildschirmgröße von 1.280 mal 1.024 Pixel aufgezeichnet werden. Standfotos können digital "interpoliert" und bis zu einer Auflösung von fünf Megapixel gestreckt werden.

Rundum-Konzept gegen die Konkurrenz
Bilder, Tonaufnahmen und Videos werden mit wenigen Mausklicks erstellt, im WMV-Format gespeichert und in einer Leiste am unteren Rand des Live-Cam-Fensters abgelegt. Filme können von dort aus sofort mit dem Windows Media Player gestartet werden. Sie können aber ebenso wie Fotos nachbearbeitet werden. Ein "Dashboard" stellt grafische Spezialeffekte zur Verfügung und bietet einen Schalter für die "automatische Gesichtserkennung" - das Kameraauge passt sich mit seinen Einstellungen so ganz auf das vor dem PC sitzende Gesicht an. Eine Schaltfläche der Live-Cam-Software bietet an, Bilder und Videos direkt ins persönliche Blog bei "Windows Life Spaces" zu übertragen. Microsoft stellt seinen Kunden somit eine Rundum-Kommunikation bereit, um im Wettbewerb mit Google und Yahoo mithalten zu können.

Starke Rechner bevorzugt
Um die optimalen Auflösungen zu erreichen, sollte die Kamera allerdings an einer schnellen USB-2.0-Schnittstelle angeschlossen sein - ansonsten sind nur 800 mal 600 Pixel möglich. Auch sollte der PC über einen schnellen Prozessor verfügen, um die bewegten Bilddaten möglichst harmonisch zur Grafikkarte hinüberzuschaufeln - empfohlen wird eine Prozessortaktrate von 2,4 Gigahertz.

Die LifeCam VX-6000 wird zu Preisen von 65 bis 90 Euro vertrieben. Günstiger sind die Modelle VX-1000 und VX-3000 mit niedrigerer Auflösung. Speziell für Notebooks wurde die LifeCam NX-6000 entwickelt, die für 65 bis 100 Euro zu haben ist und deren Zwei-Megapixel-Objektiv sich in den kleinen Kamerastick einrasten lässt. (apa/red)

21.11.2006 11:40