Musikantenstadl: Das Phänomen Andy Borg
- Der unglaubliche Weg des Stadl-Königs Adolf Meyer

Erstaunlich: Ein sanfter Generationensprung beim Moderator, und der ORF hat ein Quotenwunder, das sogar junges Publikum bindet. NEWS besuchte Andy Borg in Wr. Neustadt.
Er bezeichnet sich bereitwillig als Zwerg, höhnt über seine Frisur und sein Lebendgewicht. Es bereitet ihm keine Probleme, sich vor Millionen Zuschauern im Dirndl zu präsentieren. Und er hat nicht nur das mit den Protagonisten des Villacher Faschings gemeinsam, sondern auch die magnetische Wirkung auf den sonst nicht sonderlich willigen Gebührenzahler des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Andy Borg ist der Quotenkönig, daran führt kein Weg vorbei. Schon beim Debüt im September, nach Kübeln voll vorauseilender Häme, war klar, dass sich hier etwas außer der Norm anbahnte. Am vergangenen Samstag sahen wieder mehr als eine Million zu. Das ist besser als Gottschalk und besser
als Assinger. Sogar das junge Publikum schaut wieder zu. Dabei ist der Mann, der den Quoten- und Generationensprung nach Karl Moik vollzog, auch schon reife 46. Sicher ist: Der zuletzt arg vergreiste Musikantenstadl hat plötzlich wieder etwas. Fragt sich nur, was. Um das herauszufinden, haben wir uns den vom Wiener Grund stammenden Entertainer beim Stadl in Wiener Neustadt näher angeschaut.
Schon bei der Generalprobe merkt man, dass sich der Wind seit Moiks Zeiten gedreht hat. Hier geht es auch außer Programm zünftig zu, kumpelhaft, aber nicht basisdemokratisch. Borg: Das ist ein ganz schwieriger Drahtseilakt. Die Kollegen und das Team sollen ihren Spaß haben, dürfen aber nicht das Wesentliche vergessen.
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