Freitag, 24. November 2006

Hundstorfer zu BAWAG-Kaufpreis weiterhin einsilbig: ÖGB will schuldenfrei aussteigen

  • Noch keine Neuigkeiten zum anonymen vierten Bieter

Nach drei Tagen Gewerkschafts-Reformklausur, die intern auch vom bevorstehenden Verkauf der BAWAG geprägt waren, blieb ÖGB-Chef Hundstorfer vor Journalisten einsilbig, was Fragen nach den BAWAG-Käufern und zum Kaufpreis betraf. Für Auskünfte über den bisher geheim gehaltenen vierten Bieter auf der Shortlist der bevorzugten Kaufkandidaten verwies er an Morgan Stanley.

Den Kaufpreis betreffend bekräftigte Hundstorfer, der ÖGB sei weiter bemüht, einen solchen Preis zu erzielen, damit die 900- Millionen-Euro-Bundeshaftung nicht in Anspruch genommen werde und der Gewerkschaftsbund schuldenfrei aussteige. Beim Verkaufsberater Morgan Stanley ist die Nummer vier weiter geheime Kommandosache, wie es hieß.

Die Gemeinden wollen die öffentlichen Darlehen von BAWAG P.S.K. nicht in Händen ausländischer Fondsinvestoren sehen. Die Vorstellung, ihre Schulden an einen Hedgefonds zurück zahlen zu müssen, sorgt für Unmut bei den Kommunen. Deshalb favorisiert der Gemeindebund das "Lone Star"-Bieterkonsortium, dem seit Anfang der Woche auch die auf öffentliche Finanzierungen spezialisierte ÖVAG-Tochter Kommunalkredit angehört.

(apa)

24.11.2006 17:04