Gerüchteküche brodelt: Allianz soll durch Hintertür doch noch im BAWAG-Rennen sein!
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CA-Übernahme führte zu großer Regierungskrise
Die deutsche Allianz Versicherung könnte beim Verkauf der BAWAG P.S.K. womöglich doch einmal ins Rennen kommen. Zwar soll sich die Allianz wie berichtet nicht unter den vier bevorzugten Bietern befinden, die es auf die Shortlist der Bestbieter geschafft haben. In Wiener Finanzkreisen hielten sich jedoch hartnäckig Gerüchte, wonach der Versicherungskonzern, zu dem auch die Dresdner Bank gehört, über die Hintertür doch noch ins Spiel kommen könnte.
Aus Münchner Bankenkreisen hieß es, es gebe keinen neuen Stand der Dinge. Die Allianz sei "draußen". Als möglicher Subbieter taucht der Name der Versicherung in Wien jedoch immer noch auf. Auch der Konkurrent Generali ist nur Subbieter im Anhang des US-Finanzfonds Cerberus. Würde dieses Konsortium zum Zug kommen, müsste die Allianz dennoch damit rechnen, dass ihre seit sechs Jahren bestehende Kooperation mit der BAWAG P.S.K. platzt. Ein Vertriebsnetz in Österreich wie jenes der BAWAG P.S.K. sei für eine Versicherung "von unschätzbarem Wert", meinen Beobachter.
BAWAG und Allianz betreiben in Österreich derzeit gemeinsam die BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse AG. Gleichzeitig haben die beiden Finanzdienstleister auch eine Vertriebskooperation. Die BAWAG vertreibt in ihren Filialen und über Betriebsräte auch in Firmen direkt standardisierte Sachversicherungen. Allianz-Mitarbeiter bieten dafür im Gegenzug BAWAG-Kredite an. Die BAWAG vertreibt Allianzprodukte außerdem in der Slowakei und in Tschechien, wo sie 2004 die Dresdner Bank CZ gekauft und mit der schon zuvor erworbenen Interbanka fusioniert hat.
Darüber hinaus galt der deutsche Versicherungsriese, in dessen Vorstand der gebürtige Österreicher Paul Achleitner sitzt, auch als bevorzugter BAWAG-Käufer der österreichischen Regierung. Zu den vier letzten Bietern, die derzeit am Versteigerungsprozess für die Gewerkschaftsbank mitmachen, gehören neben dem US-Fonds Cerberus (samt Wüstenrot und Generali) der ebenfalls amerikanischen Finanzinvestor Lone Star, die Bayrischer Landesbank (BayernLB) und ein bis dato noch unbenannter vierter Bieter.
(apa/red)
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