Freitag, 24. November 2006

Nach Unterbrechung der KV-Verhandlungen im Handel: Proteste vor Wirtschaftskammer

  • Weitere Maßnahmen werden nicht ausgeschlossen
  • Warnung vor Arbeitskonflikt: "Geduld ist begrenzt"

Mit Protesten vor der Wiener Wirtschaftskammer haben die Handelsbeschäftigten der Bundeshauptstadt mit Aktionen auf Grund der unterbrochenen Kollektivvertragsverhandlungen begonnen. Weitere Maßnahmen werden nicht ausgeschlossen. GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian hatte schon zuvor mögliche bundesweite Aktionen am 8. Dezember angekündigt. Freilich findet zuvor, am 28.November, der nächste KV-Verhandlungstermin statt.

Bei einer Konferenz der Betriebsräte wurde eine Resolution in Sachen Gehaltsverhandlungen beschlossen. Die Handelsangestellten protestieren in dem Schreiben "mit Nachdruck gegen die starre Haltung der Arbeitgeberseite". Und: "Unsere Geduld ist begrenzt und wir würden es bedauern, wenn ausgerechnet heuer ein gutes Geschäftsjahr in den nächsten Wochen durch einen Arbeitskonflikt getrübt wird", heißt es in einer Resolution.

Laut einer Aussendung der Gewerkschaft wurde die Resolution dem Obmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer, Fritz Aichinger, übergeben. Die Aktionskonferenzen der Betriebsräte im Handel seien als erster Schritt zu verstehen, sagte Katzian bei einer Pressekonferenz.

Die Betriebsräte der Wiener Handelsbetriebe betonen in der Resolution weiters, dass die Beschäftigten durch ihre Arbeitsleistung maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Handels beigetragen hätten. Sie erwarten, "dass diese Leistung auch in Form einer gerechten Gehaltserhöhung anerkannt wird".

Die Erwartungshaltung der Beschäftigten sei, dass heuer ein Abschluss erreicht wird, der im Verhältnis zur Inflationsrate und zu anderen getätigten Gehaltsabschlüssen besser als im Vorjahr ist. Er solle auch den "wirtschaftlichen Gegebenheiten" des Handels entsprechen.

(apa/red)

24.11.2006 14:12