Donnerstag, 23. November 2006

Österreicher im Lichterketten-Zauber: Weihnachtsglanz kostet acht Millionen Euro!

  • Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent verringerbar
  • Kosten sparen: Experten raten zu Zeitschaltuhren

Vorweihnachtlicher Glanz um acht Millionen Euro erstrahlt jedes Jahr auf den Hausfassaden und in den Vorgärten der Österreicher. Die immer beliebter werdenden Lichterketten verbrauchen in den wenigen Wochen vor dem großen Fest so viel Strom wie 15.000 Haushalte in einem ganzen Jahr, rechnete der Geschäftsführer des Energiesparverbandes Oberösterreich, Gerhard Dell, vor.

Lichterketten, -schläuche und -vorhänge werden immer beliebter, illuminierte Weihnachtsmänner und Rentiere mit blinkenden Nasen haben längst den Weg aus Amerika zu uns gefunden. Rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom fließen alle Jahre wieder in die elektrische Lichterpracht, 90 Prozent davon allein in Privathaushalten. Wichtig sei, beim Kauf einen Blick auf die Lämpchenleistung zu werfen: "Es gibt welche, die ein Watt brauchen und andere, die fünf Watt brauchen." Man könne daher allein durch die Wahl des richtigen Produkts den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren.

Erheblich teurer, aber bei weitem am effizientesten seien Lichterketten mit LEDs, deren Verbrauch bei einem Bruchteil von einem konventionellen Lämpchen liege. Sinnvoll sei auch der Einsatz von Zeitschaltuhren, die sicherstellen, dass nicht 24 Stunden lang Strom verbraucht wird, erklärte Dell.

Es sei ratsam, beim Kauf darauf zu achten, dass die Lichterkette das CE-Prüfzeichen trage. Häufigster sicherheitstechnischer Fehler sei, nicht vor Spritzwasser geschützte und nur für den Innenraum geeignete Produkte im Freien zu verwenden. Gleiches gelte für Verlängerungskabel.

Das Verlängerungskabel, das die Lichterkette mit einer Steckdose im Gebäude verbindet, ist auch die Quelle einer weiteren groben "Energie-Sünde": Ein dauerhaft gekipptes Fenster leitet nicht nur das das Kabel, sondern auch Wärme unkontrolliert ins Freie. (apa)

23.11.2006 14:56