Transitforum kritisiert: Versuche privater
Lkw-Kontrollen als gescheitert angesehen
- Nach Großrazzia wurden sieben Personen verhaftet
- Mutmaßlicher Haupttäter hat 600.000 abgezweigt
Das Transitforum Austria/Tirol hat die Versuche als "gescheitert" bezeichnet, hoheitliche Aufgaben "im betrugsanfälligsten europäischen Bereich des Straßengütertransportes" zu privatisieren. Die Transitgegner reagierten auf die in der vergangenen Woche durchgeführte Großrazzia unter Tiroler Frächtern und der Verhaftung von sieben Personen.
Wenn man das Projekt nicht abhaken wolle, sollte man den Mut haben und die Polizei grundsätzlich von den Kontrollen abziehen und woanders einsetzen, meinte Transitforum-Chef Fritz Gurgiser. Der Personalstand der Exekutive in Tirol sei ohnehin "am Limit".
Fehlende Gewerbescheine, fehlende Verträge etc. seien die Grundvoraussetzung, um in diesem hochsensiblen, weil betrugsanfälligsten Bereich des Binnenmarktes sauber und korrekt zu arbeiten. Andernfalls werde man zum Gespött der Nachbarstaaten, die mit der BAG (BRD) und der Polizia Stradale (I) sehr professionell in diesem Bereich tätig seien.
Der mutmaßliche Haupttäter soll seit dem Jahr 2000 mehr als 600.000 Euro mit Hilfe von Scheinfirmen von seinem Unternehmen abgezweigt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs und betrügerischer Krida. Einige der betroffenen Firmen sind in die Lkw-Kontrollen im Tiroler Unterland eingebunden.
(apa/red)
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