Montag, 20. November 2006

Pflegescheck analog zum Dienstleisungs-
scheck: Wird Haushaltshilfe jetzt leistbar?

  • Legalisierung der Pflegehilfe aus EU-Nachbarstaaten
  • Arbeits- und sozialrechtliche Fragen noch ungeklärt

In der Pflegedebatte deponiert die Wirtschaftskammer einen neuen Vorschlag. Der Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der WKO, Martin Gleitsmann, plädierte für einen Pflegescheck analog zum Dienstleistungsscheck für Haushaltskräfte. Damit würden Pflegekräfte leistbar.

Die Legalisierung der Pflegekräfte aus den EU-Nachbarstaaten sei nur ein erster Schritt, sagte Gleitsmann. Zumindest werde jetzt nicht mehr gegen das Ausländer-Beschäftigungsgesetz verstoßen. Allerdings seien nach wie vor arbeits- und sozialrechtliche Fragen ungeklärt. Eine Anmeldung von Pflegekräften würde deren Dienste für pflegebedürftige Menschen wesentlich verteuern. Eine mögliche Lösung sieht der Wirtschaftskämmerer in der Einführung eines Pflegeschecks. Damit würde die Bezahlung durchgeführt sowie gleichzeitig Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge abgeführt.

Gleitsmann regte weiters an, dass die Pflegekräfte aus den östlichen EU-Nachbarstaaten erfasst werden. Auf diese Weise könnte festgestellt werden, wie viele Pfleger künftig - für ein langfristige Reform - gebraucht werden.

(apa/red)

20.11.2006 09:53