Schwarzgeld & Steuerschulden: Ex-Sturm-Boss Kartnig im Visier der Steuerfahnder!
- Ex-Vereinschef soll 2,5 Mio. hinterzogen haben
- Casino-Verluste angeblich an Verein deklariert
·Sturm-Konkurs: Keine
neuen Forderungen
Gläubigervertreter: Klub hat 5,2 Mio. Schulden
·Kartnig hört auf: Es hat sich ausgepoltert
"Meine Mission ist erfüllt":
Abschied ohne Wehmut
·Sturm Graz: "Ära Kartnig" ist zu Ende
Präsident tritt von all seinen Funktionen zurück
·Regentschaft von
"Zar" Kartnig vorbei!
Ära des Klubpräsidenten endete im Sturm-Konkurs
·KLICKEN: Aufstieg &
Fall des SK Sturm Graz
Von den Wunderjahren zum tiefen Fall ins Nichts
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Schlagen nun Sturms letzte Fußball-Stündchen?
Gegen den einst als Retter des SK Sturm Graz gefeierten Hannes Kartnig gibt es schwere Vorwürfe seitens der Grazer Finanzstrafbehörde. Er soll "offenbar keinen Unterschied" zwischen privaten Verbindlichkeiten, seiner Grazer Firma Perspektiven und dem Fußball-Verein gemacht und die Begleichung privater Spielschulden als Zahlungen an den SK Sturm deklariert haben.
Kartnigs Rechstanwälte wiesen diese in der "Kleinen Zeitung" unter Berufung auf einen seit 9. Oktober vorliegenden Zwischenbericht der Finanzstrafbehörde Graz über die Jahre 1998 bis 2001 veröffentlichten Vorwürfe entschieden zurück. Kartnig habe weder "finanzielle Transaktionen" verschleiert noch unzulässige "Transaktionen" vorgenommen", teilten die Anwälte mit.
Laut der "Kleinen Zeitung" meint der behördliche Ermittlungsleiter Dietmar Schwarzl, die Erhebungen würden sich schwierig gestalten, da es zu einer "enormen Vermischung der Tätigkeiten und Vorgänge innerhalb der Firma Perspektiven und des SK Sturm Graz gekommen ist". Vorgeworfen wird Kartnig demnach, dass finanzielle Transaktionen verschleiert worden sein sollen.
Auch Aufwendungen Kartnigs als Privatperson seien davon erfasst - Beträge, die er verwendet habe, um private Spielschulden im Casino zu begleichen, seien als Akontozahlung an den SK Sturm in die Buchhaltung der Perspektiven aufgenommen worden, hieß es im Bericht. Insgesamt sollen laut der Zeitung rund 7,2 Millionen Schilling (523.244 Euro) von Kartnig von 1999 bis 2003 als Zahlungen an den SK Sturm verbucht, tatsächlich jedoch "für die Begleichung von Spielschulden im Casino" verwendet worden sein, so die "Kleine Zeitung".
Spieler sollen zusätzlich zu ihren Gehältern Zahlungen bar auf die Hand bekommen haben, laut Bericht soll sich die derzeitige Höhe der hinterzogenen Abgaben auf rund 2,5 Mio. Euro belaufen.
(apa)
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