Dienstag, 21. November 2006

Achtelfinale im ÖFB-Cup: Zwei Oberhaus-
Klubs können sich vom Pokal verabschieden

  • Brisantes Bundesliga-Duell Austria gegen Pasching
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Der Cup hat eigene Gesetze. Da proben die Kleinen gegen die Großen stets den Aufstand. Das klingt zwar abgedroschen, hat aber immer wieder Gültigkeit. Das beweist der laufende heimische Bewerb um die ÖFB-"Stiegl"-Trophäe. Im Achtelfinale heute und Mittwoch sind nur noch sechs Vereine aus der T-Mobile-Liga dabei. In den Partien Austria Magna - FC Superfund Pasching und Liebherr GAK - Red Bull Salzburg müssen zumindest zwei weitere "Oberhäusler" gezwungenermaßen vorzeitig Abschied nehmen.

Während SV Josko Ried, die seit 14 Partien (12 Liga und zwei Cup) nicht mehr bezwungen wurde, im Kärntner Lavanttal gegen SK St. Andrä Favorit ist, muss der SV Matterburg in Wien-Hernals gegen den zuletzt in fünf Spielen siegreichen Ostligisten Sportklub auf der Hut sein. Puntigamer Sturm Graz (SC Karlsdorf), Wacker Tirol (ASK Voitsberg), SCR cashpoint Altach (SV Feldkirchen) und Rapid (Vienna) schieden jeweils in der Fremde gleich in der ersten Runde aus.

Und wären Cupholder Austria, Salzburg, Pasching und Mattersburg wegen ihrer Europacup-Engagements von den ersten zwei Durchgängen nicht "befreit" gewesen, hätte die Zwischenbilanz vielleicht noch schlechter aussehen können.

Für Double-Gewinner und Rekordsieger (25-mal) Austria ist der Cup wohl die letzte Chance auf einen Titel. "Wir wollen so weit wie möglich kommen, die Qualifikation für den UEFA-Cup ist das Ziel", meinte Generalmanager Thomas Partis nach der Abgabe der Roten Laterne bzw. dem Vorstoß an die sechste Tabellenstelle. Georg Zellhofer spricht von einem "interessanten, aber schwierigen Los", das er lieber erst im Finale gehabt hätte. "Es wird eine offene Partie. Wichtig war unser Altach-Sieg, positiv ist auch der Heimvorteil. Wir müssen gegen eine routinierte Mannschaft noch besser auftreten als am Samstag", meinte der Austria-Trainer vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein.

Pasching wartet auf Mayrleb
Der Oberösterreicher, der in Pasching "zehn wunderschöne Jahre" erlebt hat und ein Haus mit Blick auf das Waldstadion hat, kann gegen den Tabellenzweiten wieder auf die gesperrt gewesenen Kiesenebner und Lasnik zurückgreifen, muss jedoch auf die verletzten Vachousek, Pichlmann, Schicker, Radomski und Schiemer weiter verzichten. Widerpart Didi Constantini, der einst auf der violetten Bank saß, hat Ketelaer, Kabat und Pamminger auf seiner Ausfallliste. Das Trio könnte wegen des Falls Christian Mayrleb noch zu einem Quartett werden.

Die Paschinger haben beim österreichischen Anti-Doping-Komitee einen Antrag auf eine Ausnahme-Genehmigung für die Einnahme seines auf der verbotenen Liste stehenden Blutdruck-Medikaments gestellt. "Jetzt müssen wir auf die Antwort warten. Im Kopf wäre ich bereit", sagte der Stürmer, der am Wochenende wegen der Affäre pausiert hatte. Am Ehrgeiz mangelt es ihm nicht. "Wir wollen weiterkommen", so der Ex-Austrianer, der glaubt dass die Violetten und auch Rapid "sich früher oder später erfangen und von da unten rauskommen werden."

Sein Trainer Constantini sagt zu den Erwartungen: "Wir spielen in Wien, um aufzusteigen. Alles andere wäre amateurhaft. Es wird interessant, weil die Austria wieder erstarkt ist und sich in der Tabelle etwas Luft verschafft hat", sagt der Tiroler. Die jüngste Statistik spricht übrigens für die Gäste, die in der laufenden Liga-Saison das Heimspiel gegen die Veilchen 2:0 gewonnen und in Wien ein 1:1 geholt haben.

Ein Amateur-Verein sicher im Viertelfinale
Mit dem FC Lustenau steht übrigens schon ein Viertelfinalist fest. Die Vorarlberger eliminierte bereits am 14. November auf der Hohen Warte Ostligia-Winterkönig Vienna nach torlosen 120 Minuten durch ein 5:3 im Elferschießen. Mit FC Kelag Kärnten und FC Ruyan Schwanenstadt treffen zwei Red Zac-Erstligisten aufeinander, die am Freitag um Punkte abermals gegeneinander antreten.

Der LASK, Spitzenreiter der zweithöchsten Spielklasse, muss zu den Amateuren der Salzburger Roten Bullen (Westliga). ASK Voitsberg, derzeit nur Tabellenelfter der Regionalliga Mitte, empfängt den überlegenen NÖ-Landesliga-Herbstmeister SV Horn, womit zumindest ein Amateur-Verein sicher im Viertelfinale (13. März) steht. Die Niederösterreicher haben mit SC/ESV Parndorf (erste Runde) bzw. VfB Admira Mödling (zweite Runde) schon zwei Red Zac-Ligisten auf ihrer Abschussliste.

(apa/red)

21.11.2006 12:05