Historisches Tief: Rekordmeister Rapid will Ruhe bewahren - Trainer Peter Pacult ratlos
- Coach: "Egal was ich probiere, es geht nichts auf"
- Nach 0:4 in Salzburg schrillen in Wien Alarmglocken
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Rekordmeister Rapid hat mit dem 0:4 in Salzburg einen historischen Tiefpunkt erreicht. Erstmals in der 107-jährigen Vereinsgeschichte baumelt die Rote Laterne zur Bundesliga-Halbzeit in Hütteldorf und ebenfalls zum ersten Mal sind die Grün-Weißen in der laufenden Saison Letzter.
Rapid-Trainer Peter Pacult, der als Nachfolger von Georg Zellhofer in elf Meisterschafts-Partien nur einen Sieg feierte, wirkte nach dem Debakel, das noch höher hätte ausfallen können, ratlos: "Egal was ich probiere, es geht nichts auf." Der Wiener mit u.a. Münchner Vergangenheit weiß: "Es ist zwar sehr schwer, Ruhe zu bewahren. Aber die Ruhe muss Oberhand gewinnen, denn es nützt nichts, Rundumschläge zu machen."
Pacult bekritelt Lippenbekenntnisse
Pacult fällt es zunehmend schwerer, seine seit sieben Runden sieglosen Spieler in Schutz zu nehmen: "Lippenbekenntnisse in der Kabine bringen nichts, auf dem Platz schiebt jeder die Verantwortung weiter. Wir sind einfach zu brav. Für die meisten Spieler ist diese Situation außerdem neu. Jetzt den Schalter umzulegen, kann ein Problem werden." Über künftige Verstärkungen will der Coach noch nicht sprechen: "Wir wollen in den verbleibenden drei Runden vor der Winterpause punkten, dann schauen wir weiter. Jetzt schon über neue Spieler zu reden, wäre fatal."
Kapitän Steffen Hofmann sah im eklatanten Fehlstart seiner Mannschaft den Hauptgrund für die höchste Bundesliga-Niederlage der Hütteldorfer seit dem 0:4 daheim gegen den GAK am 3. April 2004: "Es ist genau das passiert, was wir nicht wollten, nämlich ein früher Rückstand. Erst nach dem 0:2 sind wir halbwegs ins Spiel gekommen."
"Rapid gehört nicht ans Tabellenende"
Der Deutsche betonte: "Rapid gehört nicht ans Tabellenende. Wir zeigen im Moment nicht unsere wahre Stärke. Wir müssen Ruhe bewahren, haben sicher die Qualität, um da unten rauszukommen." Gleichzeitig warnte Hofmann aber auch: "Es gibt keine Mannschaft, die nicht absteigen kann." Auch Markus Katzer hat die Zeichen der Zeit erkannt: "Wir müssen uns mit dieser Situation abfinden. Es muss offen angesprochen werden, was wir falsch machen. Wir dürfen uns aber nicht selbst zerfleischen und müssen dringend punkten."
Die Tatsache, dass in den vergangenen drei Saisonen immer jene Mannschaft abstieg, die auch zur Halbzeit Letzter war, sollte die Rapid-Alarmglocken schrillen lassen. Zuletzt war es die Admira, davor verabschiedeten sich die "Herbst-Letzten" Bregenz (2004/05) und Kärnten (2003/04) aus dem Oberhaus.
(apa/red)
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