"Kein Strafnachlass für Terroristen": Spanier protestieren gegen ETA-Gespräche
- Regierung verhandelt mit Untergrundorganisation
- Dritte Großdemo seit Verkündung der Waffenruhe

·Madrid: Polizei nimmt
Terror-Helfer fest
Sollen Extremisten aus Irak eingeschleust haben
Tausende Menschen sind in Madrid auf die Straße gegangen, um gegen Verhandlungen der spanischen Regierung mit der baskischen Untergrundorganisation ETA zu protestieren. Unter dem Motto "Nicht in meinem Namen" warfen die Demonstranten Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero vor, sich von den Terroristen erpressen zu lassen.
Zudem forderten sie die Regierung auf, inhaftierten ETA-Aktivisten keinen Strafnachlass zu gewähren. Zu der Kundgebung hatte Spaniens größter Verband von Terroropfern (AVT) aufgerufen. Unter den Teilnehmern waren auch die Spitzen der oppositionellen Volkspartei (PP), so auch deren Vorsitzender Mariano Rajoy.
Es war bereits die dritte Großdemonstration dieser Art, seitdem die ETA vor acht Monaten eine "dauerhafte Waffenruhe" verkündet und die Regierung sich zu Verhandlungen mit der Organisation bereit erklärt hatte. Seit einem Überfall von ETA-Terroristen auf eine Waffenfirma in Südfrankreich vor einem Monat befindet sich der Friedensprozess in einer Krise. Die Täter erbeuteten 350 Pistolen und 10.000 Schuss Munition. Zapatero hatte wenige Stunden vor der Demonstration angekündigt, er halte an seinen Friedensbemühungen fest. (apa)
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