Amokläufer von Emsdetten: Schüler hinter- ließ Video mit Rechtfertigung seiner Tat
- "Das ist Krieg": Video wurde im Internet verbreitet
- 18-Jähriger legte angeblich Todesliste mit Namen an
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·Blutiger Amoklauf an deutscher Realschule
Fünf Schwerverletzte, Täter begeht Selbstmord
Der Amokschütze von Emsdetten hat sich offenbar präzise auf seine Tat vorbereitet. Tage nach dem Amoklauf in der münsterländischen Schule wurden weitere Einzelheiten bekannt. Der 18-jährige Ex-Schüler hinterließ mit einem Abschiedsvideo bewusst Spuren, um sich nach seinem Selbstmord öffentlich zu rechtfertigen.
In dem im Internet verbreiteten Videofilm, der im Wohnzimmer seines Elternhauses in Emsdetten gedreht wurde, nennt er die Gründe für den Hass auf seine frühere Schule. In dem Film trägt Sebastian B. ein schwarzes T-Shirt. Der Amokläufer hatte in der Schule wahllos um sich geschossen. Insgesamt 37 Menschen wurden verletzt.
Vertreter von Stadt und Schule wollen sich ein Bild von den Schäden in den Schulräumen machen. Einige der insgesamt 700 Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule werden derzeit in anderen Schulen betreut, regulären Unterricht gibt es noch nicht. Wann dieser wieder aufgenommen werden soll, ist noch unklar.
"Das ist Krieg"
In dem Videofilm sagt der 18-Jährige in englischer Sprache, "seit der 1. Klasse war ich ein Verlierer". Er sei getreten und bespuckt worden. Von sich selbst sagt er: "Ich war kein Mensch, ich war göttlich." Und weiter: "Ich habe das Massaker geplant und wollte alle töten." Das Video endet mit dem Satz: "Das ist Krieg."
Todesliste angefertigt
Der Amokläufer soll vor seiner Tat eine Todesliste mit den Namen mehrerer Lehrer angelegt haben. Das berichtete die "Münstersche Zeitung" unter Berufung auf Mitschüler des 18-Jährigen. Staatsanwalt Wolfgang Schweer bestätigte der Nachrichtenagentur AP nur, es habe eine Liste mit Namen gegeben. "Wir nennen das aber nicht eine Todesliste."
Nach Informationen der Zeitung sollen zwei Schülerinnen in Besitz der Liste sein, auf der der 18-Jährige die Namen handschriftlich notiert habe. Sie weigerten sich derzeit aber, diese herauszugeben. (apa/red)
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