Vorfall bei Razzia in Bagdad: US-Soldaten erschießen vier Zivilisten, acht Verletzte
- Bush-Vize Cheney überraschend im Irak eingetroffen
Bei einer Razzia in Bagdad haben US-Soldaten einen Minibus beschossen und vier Insassen getötet. Augenzeugen berichteten, die Passagiere des Busses seien Arbeiter und keine Bewaffneten gewesen. Acht Leute wurden verletzt. Unterdessen ist US-Vizepräsident Cheney überraschend im Irak eingetroffen. Er will das traditionelle Erntedankfest mit US-Soldaten feiern.
Mehr als 3.000 irakische und US-Soldaten suchen derzeit in Bagdad nach einem US-Soldaten, der am 23. Oktober entführt wurde. Der Soldat, ein gebürtiger Iraker, hatte die gesicherte Grüne Zone in Bagdad verlassen, um seine Frau und seine Familie zu besuchen. Die US-Truppen konzentrieren ihre Suche auf das vorwiegend von Schiiten bewohnte Sadr-Viertel, eine Hochburg der Mehdi-Armee des geistlichen Muktada al-Sadr.
In ihren Bemühungen um eine Eindämmung der Gewalt plant die irakische Regierung für kommende Woche ein Treffen mit Vertretern mehrerer aufständischer Gruppierungen. An der eintägigen Konferenz, die am 28. oder 29. November stattfinden solle, würden neben Ministerpräsident Maliki auch Vertreter der USA, Großbritanniens und der Koalitionstruppen teilnehmen, berichtete die britische Zeitung "The Times".
(apa)
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