Mittwoch, 22. November 2006

Im Gazastreifen entführte Italiener frei: Bewaffnete verschleppten Rotkreuz-Helfer

  • Vorfall ereignete sich nahe Ortschaft Deir el Balah
  • Entführte beteiligten sich an Kriegsopfer-Hilfsprojekt

Zwei am Dienstag im Gazastreifen entführte italienische Rotkreuz-Mitarbeiter sind in der Nacht zum Mittwoch freigekommen. Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte sind die beiden wohlauf. Ihre Entführer hätten sie kurz nach Mitternacht im Zentrum des Gazastreifens freigelassen. Die Italiener seien dann zur nächstgelegenen Polizeiwache gegangen. Zu der Entführung hatte sich niemand bekannt.

Das Italienische Rote Kreuz (CRI) bestätigte die Freilassung seiner beiden männlichen Mitarbeiter. Der glückliche Ausgang sei den Bemühungen der italienischen Regierung, des Italienischen und Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sowie der palästinensischen Behörden zu verdanken, sagte CRI-Präsident Massimo Barra in der Nacht in Rom. In palästinensischen Meldungen hatte es zunächst geheißen, bei den Freigelassenen handle es sich um einen Mann und eine Frau.

Die beiden Italiener waren im Auftrag des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in einem Auto im Süden des Gazastreifens unterwegs, als sie von einem bewaffneten Kommando gestoppt und verschleppt wurden. In der Nacht seien sie dann von den Kidnappern auf offener Straße ausgesetzt worden.

Zuletzt waren im Oktober zwei Ausländer im Gazastreifen entführt worden. Die beiden Spanier, ein Pressefotograf und ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, waren ebenfalls nach wenigen Stunden wieder freigekommen.

(apa/red)

22.11.2006 07:43