"Nichts ist unüberbrückbar": Pröll will mit SPÖ auch Koalitions-Knackpunkte angehen!
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war nicht "lange geplant"
Landwirtschaftsminister Josef Pröll erklärte zu den wieder beginnenden Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ, man sollte trotz Unterschieden beider Parteien einen "gangbaren Weg finden". In der Fernsehsendung "Report" des ORF sagte Pröll, "nichts ist unüberbrückbar". Allerdings sei mit der Rückkehr der ÖVP an den Verhandlungstisch die große Koalition noch nicht unterschrieben. "Knackpunkte und harte Diskussionen wird es geben, man soll Konflikten nicht aus dem Weg gehen".
Pröll schloss aus, dass er künftiger Finanzminister werden könnte. Er könne sich das "überhaupt nicht" vorstellen, er wolle Landwirtschafts- und Umweltminister bleiben. Karl-Heinz Grasser habe diese Aufgabe hervorragend gemacht.
Zu den Problemfeldern wie Grundsicherung, Eurofighter oder Studiengebühren forderte Pröll von der SPÖ "Fakten". Er kenne die SPÖ-Modelle im Detail nicht. "Lasst uns darüber reden". Er wolle seinen Baustein jedenfalls beitragen, um das Gebäude einer neuen modernen großen Koalition zu prägen.
Als Leiter des Perspektiventeams in der ÖVP kündigte Pröll für Mitte Jänner 2007 eine "große Auftaktveranstaltung" an. Diese Woche werde es eine erste Koordinationssitzung mit Vertretern der Landesparteien und der Teilorganisationen geben. Es dürfe jedenfalls keinen Schnellschuss geben. Es gehe darum, die neuen Lebenswelten zu beleuchten, auf die Veränderungen in den Bereichen Arbeitswelt und Familie eine Antwort zu geben.
In einer von der Tageszeitung "Österreich" veröffentlichten Gallup-Umfrage hat der ÖVP die Wiederaufnahme der Koalitionsgespräche gut getan. So käme die ÖVP auf 36 Prozent der Stimmen, die SPÖ liegt demnach bei 40 Prozent. Die Grünen könnten mit zwölf Prozent rechnen, die FPÖ mit zehn und das BZÖ mit nur mehr zwei Prozent.
(apa/red)
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