Dienstag, 21. November 2006

Kommt Josef Pröll als Grasser-Nachfolger? VP-Finanzminister ist für SPÖ kein Problem

  • LH Niessl: Landwirtschaftsminister polarisiert nicht
  • VP-Steindl wünscht sich schwarzes Innenministerium

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl kann sich Landwirtschaftsminister Josef Pröll als künftigen Finanzminister vorstellen: "Man kann sicherlich über Josef Pröll diskutieren, weil er eine Persönlichkeit ist, die versucht, Gemeinsames in den Vordergrund zu stellen, nicht polarisiert und bereit ist, eng mit dem Bundeskanzler Dr. Gusenbauer zusammenzuarbeiten".

Zuletzt haben sowohl SPÖ als auch ÖVP erklärt, dass der Finanzminister einer großen Koalition von beiden Parteien akzeptiert werden müsste. Für den Koalitionsverhandler Niessl geht es darum, dass "eine andere Finanzpolitik gemacht wird". Und er habe bisher von der ÖVP kein Signal gehört, dass sie an dem amtierenden Finanzminister Karl-Heinz Grasser festhalten wolle. Für ihn seien auch Finanzexperten oder überparteiliche Fachexperten denkbar, so der Niessl in "Österreich".

Der burgenländische ÖVP-Chef Franz Steindl wünscht sich unterdessen in der Presse den Innenminister für die Volkspartei. "Das Innenministerium ist ein Schlüsselressort, das würde ich mit wünschen. Da kann man viel bewirken", zitiert ihn die Tageszeitung, und Liese Prokop habe ihre Sache hervorragend gemacht.

(apa/red)

21.11.2006 09:10