Strache bleibt strikt auf Oppositionskurs: Koalition mit Grün und BZÖ erneut abgelehnt
- FP-Chef: Schüssel-Treffen war nicht "lange geplant"
- Nach nächster Wahl Koalition mit SP oder VP möglich
·Treffen mit Strache: Schüssel wiegelt ab
Gespräch laut VP-Chef
'inhaltlich nicht aufregend'
·"profil": SPÖ baut Vorsprung auf ÖVP aus
Gusenbauer auch bei Kanzlerfrage vor Schüssel
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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bleibt auch nach seinem Gespräch mit ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel dabei, es werde keine Koalition mit dem BZÖ oder den Grünen geben. Als Grund nannte Strache bei einer Pressekonferenz erneut inhaltliche Differenzen. In Zukunft, also nach der nächsten Wahl, kann sich der Parteichef eine Regierung "mit der SPÖ oder einer anderen Partei" vorstellen. Details aus seiner Unterredung mit Schüssel verriet Strache nicht, er widersprach allerdings der Darstellung der ÖVP, wonach das Tete-a-tete schon lange geplant gewesen sei.
Die ÖVP sei erst am Tag der Nationalratssondersitzung und gemeinsamen Erklärung von SPÖ und ÖVP an ihn herangetreten, so Strache. Über den Inhalt des Gesprächs wollte er nicht allzu viel verraten. Auf die Frage, ob dabei über Koalitionsmöglichkeiten gesprochen bzw. sondiert wurde, sagte er: "Nein, so kann man das nicht festhalten." Es sei um jene Dinge gegangen, die in den letzten Jahren vorgefallen seien. Dass mit diesem ersten Treffen das Verhältnis normalisiert wurde, verneinte Strache.
Er warf Schüssel vor, die "bürgerliche Option kaputt gemacht" zu haben. Um "die Gräben, die die ÖVP aufgerissen hat, zuzuschütten", brauche es "jahrelange Arbeit". Dass Schüssel bei der Unterredung das Nichtzustandekommen einer "bürgerlichen Mehrheit" bedauert haben soll, bestätigte Strache nicht. Eine Entschuldigung der ÖVP findet der FP-Chef zumindest wegen der "Beschimpfung" durch Umweltminister Josef Pröll angebracht. Pröll hatte die Freiheitlichen als "Hooligans" bezeichnet.
Weitere Termine seien mit Schüssel nicht vereinbart worden, so Strache weiter. Er hoffe aber, dass mit diesem ersten "Akt der Normalität" wieder eine normale Gesprächskultur hergestellt sei. Die Aufregung um dieses "längst überfällige" Treffen versteht Strache ohnehin nicht. Der einzige Skandal sei nicht das Gespräch an sich, sondern, dass sich Schüssel damit zwei Jahre Zeit gelassen habe.
Für die Zukunft ist für Strache sowohl eine Regierungszusammenarbeit mit der SPÖ als auch mit der ÖVP vorstellbar. Ein Problem des Dritten Lagers sieht er nicht, denn das BZÖ sei nur eine "Minimundus-Partei".
(apa/red)
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