Ungesund in jungen Jahren: Immer mehr Jugendliche klagen über Beschwerden
- Ein Drittel leidet unter Kopfweh, Schlafstörungen etc.
- Nur 30% bewerten Gesundheit als "ausgezeichnet"
Neueste Ergebnisse einer internationalen Studie zeigen, dass österreichische Jugendliche ihren Gesundheitszustand zunehmend als schlechter beurteilen. Demnach leidet rund ein Drittel regelmäßig unter Kopfschmerzen, Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen, Müdigkeit oder Erschöpfung. Während 1990 etwa 43 Prozent ihre Gesundheit als "ausgezeichnet" bewerteten, waren es 2006 nur noch 30 Prozent.
"Der Gesundheitszustand der österreichischen Jugendlichen hat sich laut ersten Ergebnissen der internationalen HBSC-Studie seit 1990 langsam, aber stetig verschlechtert", sagte Wolfgang Dür vom Wiener Ludwig Boltzmann-Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie im Rahmen einer Tagung des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) in Wien. Dabei wurde von Fachleuten allgemein kritisiert, dass es insgesamt noch zu wenig umfassende Initiativen gebe, um diesem Prozess entgegenzusteuern.
Die so genannte HBSC-Studie (Health Behaviour of School Children) wird seit 1990 in Vierjahresabständen in fast allen europäischen Ländern sowie in den USA und Kanada durchgeführt und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgewertet. Die Detailergebnisse der vom Gesundheitsministerium finanzierten Erhebungen in Österreich, für die 2006 rund 4.500 Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren befragt wurden, werden 2007 vorliegen.
Erfreulich hingegen ist der Rückgang bei jenen 15-Jährigen, die täglich rauchen. Der Prozentsatz ist laut aktuellen Erkenntnissen erstmals seit 1990 rückläufig - und zwar bei den Mädchen deutlich und bei den Burschen zumindest geringfügig. "Das darf aber nicht davon ablenken, dass in Zukunft noch viel für eine umfassende Gesundheitsförderung für Jugendliche getan werden muss", betonte Christoph Hörhan, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ).
(apa)
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