Internationaler Schlepperring zerschlagen: Erfolgreiche Polizeikooperation mit Nachbarn
- Hunderte Menschen illegal über die Grenze gebracht
- Sechs Verdächtige der Schlepperbande verhaftet
Ein Schlag gegen die internationale Schlepperkriminalität ist dem Bundeskriminalamt (BK) in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Ungarn, Rumänien und Moldawien gelungen. Bereits im Oktober konnten sechs Verdächtige in Österreich verhaftet werden. Die Bande soll mehrere hundert Moldawier und Rumänen illegal über die Grenze geschleust und dabei pro Schleppung bis zu 5.000 Euro kassiert haben.
Und dem Decknamen "Operation Urma" ermittelten seit Juni Kriminalbeamte in vier Ländern. Der Erfolg stellte sich Anfang Oktober ein, als es den Beamten gelang, sechs per internationalem Haftbefehl gesuchte Personen in Österreich zu verhaften. Vier weitere Verdächtige wurden auf freiem Fuß angezeigt. Die Schlepper-Route führte über Ungarn oder die Slowakei nach Österreich. Im Raum Nickelsdorf (Burgenland) erfolgte dann die Übergabe zur Weiterschleppung. Die eigentlichen Zielländer waren Italien und Spanien.
Die mutmaßlichen Täter kassierten für eine Schleppung bis zu 5.000 Euro. Transportiert wurden die Flüchtlinge mit Pkw. Bei Schleppungen über die Slowakei wurde die Teilstrecke von Bratislava nach Wien meist mit einem Linienschiff zurückgelegt. Die illegal über die Grenze geschleusten Personen waren vorwiegend mit gefälschten Reisedokumenten ausgestattet.
Für zwei Bandenmitglieder klickten am 3. Oktober am Grenzübergang Nickelsdorf die Handschellen. Der nächste Schlag erfolgte am 5. Oktober in Wien, wo vier weitere Täter in Wohnungen festgenommen wurden. Mit diesen Aktionen wurden laut Polizei die Drahtzieher aus dem Verkehr gezogen und somit die Organisation gesprengt. Weitere Ermittlungen sind im laufen. (apa)
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