Skandal in Niederösterreich: Arzt wegen Intimpiercings bei Jugendlichen angezeigt
- Führte Eingriff ohne Erlaubnis der Eltern durch
- "Unfair": Mediziner weist Anschuldigungen zurück
Jener Arzt aus Tulln, der Kinder im Intimbereich gepierct haben soll, wird nun bei der Staatsanwaltschaft "wegen des Verdachts sittlicher Gefährdung von Personen unter 16 Jahren", angezeigt. Dem Arzt wird vorgeworfen, ohne Erlaubnis der Eltern 13- und 14-jährigen Mädchen den Nabel sowie die Intimzonen gepierct zu haben.
Ins Rollen brachte den Skandal, so die Tageszeitung "Kurier", Olivera B. aus dem Bezirk Korneuburg. Ihre 13-jährige Tochter und deren Freundin ließen sich in seiner Ordination ein Nabelpiercing stechen. Die Schülerinnen versicherten dem Arzt, sie seien bereits 15. Ausweis wurde keiner verlangt. Bei der niederösterreichischen Patientenanwaltschaft sagte die Mutter aus, dass der Arzt den Kindern auch Piercings im weiblichen und männlichen Genitalbereich gezeigt hätte. "Er meinte, dass die Freunde der Mädchen eine große Freude damit hätten", empörte sich B. über den Arzt.
Dieser sagte im "Kurier": "Wir haben allgemein über Piercing gesprochen. Zur Information liegen Zeitschriften, Prospekte und Bücher mit Abbildungen von Piercings an allen Körperstellen auf. Mich in die Ecke eine perversen Lüstlings zu stellen, ist unfair." (APA/red)
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