"Wien ist sexy, aber nicht arm!": Bizarres Polit-Theater um Wr. Finanzstadtrat Rieder
- SP-Politiker kritisierte VP-Bezirksvorsteherin Stenzel
Mini-Skandal im Wiener Gemeinderat: Der Wiener SPÖ-Politiker und Finanzstadtrat Sepp Rieder hatte während einer Sitzung das Motto des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit, wonach Berlin arm, aber sexy sei, zu "Wien ist sexy, aber nicht arm" modifiziert, um anzuschließen: "Für den ersten Bezirk kann man hinzufügen: Wien bleibt sexy, wenn sich die missionarische Ursula nicht zu sehr anstrengt."
Die nicht amtsführende Stadträtin der ÖVP, Katharina Cortolezis-Schlager, verkündete daraufhin, Rieder von Stund an den "sexistischen Sepp" zu nennen, sollte er sich nicht entschuldigen. Seine sexuellen Fantasien solle er privat ausleben. Im Büro von Ursula Stenzel (V) schloss man sich umgehend der Kritik an: "Was zu sagen ist, ist gesagt."
Die VP-Kritik an seinem Bonmont veranlasste Rieder allerdings nur zu einer eingeschränkten Entschuldigung. Er habe den Namen von Bezirksvorsteherin Stenzel ungehörigerweise auf "Ursula" verkürzt: "Das nehme ich gerne zurück." Im Übrigen habe er "sexy" wie Wowereit rein als Ausdruck der Lebensfreude verwendet und keineswegs vermitteln wollen, "dass Wien über eine möglichst große Anzahl entsprechender Etablissements verfügen soll", so Rieder.
(APA/red)
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