Mittwoch, 15. November 2006

Kampf dem Feinstaub: Kleber statt
Streusalz in Klagenfurter Innenstadt

  • Belastung wird um bis zu 30 Prozent reduziert

Im Kampf gegen den Feinstaub setzt Klagenfurt heuer erstmals auf einen so genannten "Feinstaubkleber", der während des Winters anstelle des üblichen Streusalzes auf den Straßen aufgebracht wird. Der unter dem Handelsnamen "Ice away" vertriebe Kleber wurde in Dänemark entwickelt. Mit dieser Kalzium-Essigsäure-Mischung wird der Feinstaub auf den Straßen gebunden.

Der Kleber ist zwar fast fünf Mal so teuer wie herkömmliches Salz, allerdings ist eine Reduktion der Feinstaubbelastung um bis zu 30 Prozent möglich. Die Kosten für die Klagenfurter Innenstadt belaufen sich auf 128.000 Euro, auch die Streufahrzeuge mussten umgebaut werden.

Das Mittel ist zur Gänze abbaubar, weshalb es auch für die Umwelt unbedenklich ist. Außerdem verursacht es keine Rostschäden an Autos. Erste Tests Anfang dieses Jahres sind in der Landeshauptstadt erfolgreich verlaufen.

(apa/red)

15.11.2006 11:11