Dienstag, 14. November 2006

Tempo 100: ÖAMTC & ARBÖ bremsen weiter Die meisten Fahrer sind gegen Limitierung

  • Unterschriftenliste und Umfrage belegen Ablehnung

Die Autofahrerclubs stehen angesichts der geplanten Einführung von Tempo 100 auf Teilen der österreichischen Autobahnen weiter kräftig auf der Bremse: 118.764 Autofahrer haben sich bisher an einer ARBÖ-Unterschriftenaktion gegen Tempo 100 beteiligt, bei einer ÖAMTC-Umfrage sprachen sich drei von vier Personen gegen zusätzliche Maßnahmen aus.

"Da der Zustrom auch nach zwei Wochen noch ungebrochen anhält, wird die Unterschriftenaktion verlängert", kündigte der ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil an. Die Protestunterschriften kommen dem ARBÖ zufolge aus allen Teilen Österreichs. Die meisten stammen aus Tirol mit 26.114, gefolgt von Oberösterreich mit 25.469 Stimmen, Niederösterreich mit 18.311, Wien mit 16.588 und die Steiermark mit 14.170. Aus Salzburg gelangten beim ARBÖ 7.373 Unterschriften ein, aus Kärnten 4.170, aus Vorarlberg 3.029 und aus dem Burgenland 2.429.

Autofahrerseele kocht
Der ÖAMTC ist ebenfalls der Stimmung in der Bevölkerung nachgegangen. Laut einer Umfrage des Clubs haben sich drei von vier Autofahrer gegen die Ausweitung von Tempo 100-Zonen ausgesprochen. "Die Autofahrerseele kocht zu Recht", so der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher.

Lösung: Luftgüte-Messstelle
Bei seiner Hauptforderung zeichnet sich der Organisation zufolge allerdings ein Lösungsweg ab. Mit der angekündigten Errichtung einer mit Luftgüte-Messstellen gekoppelten VBA wurde der ÖAMTC-Forderung entsprochen, nur bei Grenzwertüberschreitungen allfällige Temporeduktionen zu verordnen, hieß es in der Aussendung. (APA/red)

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14.11.2006 16:00