Montag, 13. November 2006

ÖBB verspricht zahlreiche Verbesserungen zum Fahrplanwechsel: 476 neue Anschlüsse

  • Neue Verbindungen, mehr Service und Komfort
  • Bahnkarten werden bald um 1,7 Prozent teurer

Die ÖBB präsentiert die Neuerungen anlässlich des bevorstehenden gesamteuropäischen Fahrplanwechsels. Neben einigen neuen Verbindungen im Nah- und Fernverkehr soll auch der Kundenservice verbessert werden. Zudem wurden bereits 476 neue Schnittstellen zwischen Schiene und Bus geschaffen. Die Preise für Bahnkarten werden um 1,7 Prozent angehoben.

Taktverdichtungen in den Morgenspitzen, die Verjüngung des veralteten Fuhrparks von derzeit durchschnittlich 21 auf 17 Jahre und starke Verbesserungen am Sektor Auskunft zählen zu den wichtigsten Neuerungen. "Die ÖBB investieren von 2005 bis 2009 insgesamt 1,2 Milliarden Euro in einen neuen Fuhrpark - 800 Millionen davon im Bereich Nahverkehr", betonte Wilhelmine Goldmann, Vorstand des ÖBB-Personenverkehrs. Gemeinsam mit Vorstand Stefan Wehinger freute sich Goldmann über einen zweiprozentigen Anstieg bei den Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr sowie mehr Pünktlichkeit im Frühverkehr und weniger Beschwerden.

Die Preise für die Tickets werden um 1,7 Prozent angehoben, die Bahnkarten in den Verkehrsverbünden werden an die jeweiligen Erhöhungen angeglichen. Probleme gibt es noch mit der "Vorortelinie" (S45) in Wien. Goldmann: "Wir verhandeln im Moment mit der Gemeinde Wien über eine Taktverdichtung von 15 auf zehn Minuten, aber das ist bisher am Geld gescheitert." Auf einigen anderen Verbindungen - vor allem in Ballungsräumen in Wien und der Steiermark - werden die Wartezeitverkürzungen mit Fahrplanwechsel in Kraft treten.

Es wird zusätzlich vier neue Züge zwischen Linz und Wien geben, die Südverbindung von Wien nach Graz soll deutlich schneller werden und nur noch zwei Stunden und 15 Minuten betragen. Mehr Komfort in den Zügen, aber auch auf großen Bahnhöfen soll die Kundenfrequenz weiter steigern. Als Highlight des Fahrplanwechsels wurde die Einführung eines modernen ICE angekündigt, der täglich von Wien nach München bzw. Bregenz fährt. Ab Dezember 2008 werde der ICE einen Zwei-Stunden-Takt zwischen Wien und Frankfurt aufnehmen.

Auch die Verbindungen mit den östlichen Nachbarstaaten werden intensiviert: So gibt es etwa künftig zwei neue Zugpaare zwischen Wien und Budapest sowie drei zwischen Wien und Brünn. Außerdem kann man ab 10. Dezember mit den modernen "Pendolinos" der tschechischen Bahn zwei Mal täglich die Strecke Wien-Prag erstmals unter vier Stunden zurücklegen.

(apa/red)

13.11.2006 14:36