Montag, 13. November 2006

Peking errichtet eine "Untergrundstadt":
Bauboom soll unter der Erde weitergehen

  • Verkehrs-, Umweltprobleme belasten Lebensqualität
  • Einkaufs-, Kulturzentren und Parken unter der Erde

Bis zum Jahr 2020 will die chinesische Hauptstadt Pekinge eine "Untergrundstadt" von rund 90 Millionen Quadratmetern errichten. Angesichts ihres rasanten Wachstums will Peking zahlreiche Bauprojekte unter die Erde verlegen. Die Stadtplaner hätten 17 Schlüsselgebiete für das Projekt identifiziert

Die unterirdischen Baupläne richteten sich besonders auf belebte Geschäftsbezirke wie das Einkaufsviertel Wangfujing. Ziel sei es vor allem, Verkehrs- und Umweltprobleme zu lösen.

Parken und Einkaufen
Bisher gibt es in Peking nach Angaben der Stadtplaner rund 30 Millionen Quadratmeter unterirdische Nutzfläche, jährlich kommen drei Millionen Quadratmeter hinzu. Die Bauten sollen vor allem als Einkaufs- und Kulturzentren und zum Parken genutzt werden.

Bauboom
Wegen des schnellen Wirtschaftswachstums befindet sich die Stadt mit ihren etwa 14 Millionen Einwohnern inmitten eines rasanten Baubooms, überall entstehen neue Wohn- und Geschäftshochhäuser. Da sich immer mehr Chinesen ein eigenes Auto leisten können, sind Staus an der Tagesordnung, die Luftverschmutzung hat drastisch zugenommen. (apa/red)

13.11.2006 08:39