Dienstag, 14. November 2006

Höhere Preise, je größer die Packung?:
Großpackungen sind nicht immer billiger

  • AK-Test: Jede zehnte Großpackung ist relativ teuer
  • Fallen bei Süßigkeiten, Käse, Joghurt und Getränken

Im Schnitt ist jede zehnte Großpackung relativ teurer als die kleinere. Dies zeigte ein AK-Test in vier Wiener Supermärkten. Bei 41 Produkten kann die Großpackung bis zu über einem Drittel mehr kosten als kleinen Verpackung. Vor allem bei Süßem, Käse, Joghurt und Getränken können Verbraucher bei größeren Packungen draufzahlen. AK Konsumentenschützer Harald Glatz fordert "dass die Grundpreisauszeichnung in Geschäften deutlich geschrieben ist, um Konsumenten einen leichten Preisvergleich bei den unterschiedlichen Packungsgrößen zu ermöglichen."

"Konsumenten gehen davon aus, dass große Packungen verhältnismäßig günstiger sind als kleine, wenn man den Grundpreis der Packungen vergleicht", sagt Glatz, Aber, dass das nicht immer so ist, zeigt ein AK Test: Bis zu 40 Prozent teurer kann die Großpackung im Verhältnis zur kleineren Packung sein. So fanden die AK Tester Merci Schokolade von Storck (250 Gramm) bei Adeg um 2,69 Euro, die 675- Gramm-Packung um 9,99 Euro. Bei Interspar wurde dasselbe Produkt in der 250-Gramm-Verpackung um 2,39 Euro verkauft, in der 400 Gramm-Packung um 5,09 Euro. "Das ist umgerechnet um ein Drittel mehr", rechnet Glatz vor.

Hier wird zur Kasse gebeten
"Positiv ist, dass es nicht mehr so viele Produkte mit äußerst unterschiedlichen Packungsgrößen gibt", sagt Glatz. Teurere Großpackungen gibt es vor allem bei Süßigkeiten wie Schokolade, Getränken, Joghurt und Käse.

Auf den Grundpreis achten
Glatz empfiehlt: "Achten Sie bei jedem Produkt mit verschiedenen Packungsgrößen auf den Grundpreis, also den Preis pro Liter oder Kilogramm, und schauen Sie, welche Packungsgröße billiger kommt." Der Grundpreis ist am Regalschild im Supermarkt rechts unten angeschrieben. "Leider zeigte sich bei der Erhebung, dass die Grundpreisauszeichnung teilweise sehr schlampig ist, schlecht zum Lesen oder gar nicht vorhanden", kritisiert der AK Konsumentenschützer.

Wann und wo?
Die AK testete zwischen 11. und 16. Oktober die Preise und Packungsgrößen bei 41 Lebensmitteln wie Schokolade, Milchprodukten, Getränken, Tiefkühlwaren. Erhoben wurde bei Merkur, Interspar, Zielpunkt und Adeg. (red)

Nähere Informationen:
www.arbeiterkammer.at

14.11.2006 10:40
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