MedienHype: Wir sind das Web 2.0
- Fotos, Videos, Blogs das Mitmach-Web entsteht.

Big biz 2.0: Wie mit YouTube, Flickr & Co Geld verdient wird.
Matt Harding ist ein Star. Irgendwie. Dabei kann Matt eigentlich gar nix. Nicht einmal tanzen. Das wirkt dann, als hätte er einen Aal in der Hose. Trotzdem tut ers. Während seiner Weltreise tanzt Matt in der Wüste Gobi, auf einem Gipfel in Bolivien oder vor Elefanten in Kenia und filmt sich dabei. Das Video stellt er ins Internet. Fad? Blöd? Von wegen.
Ein absoluter Publikumshit. Drei Millionen Menschen haben den absurden Clip Where the hell is Matt? bislang auf der Videoplattform YouTube abgerufen. Mittlerweile gibt es auf YouTube Matt-Fanvideos, Matt-Parodien, Matt-Doubles.
Zappelphilipp wird Web-Star. Und Harding? Der verdient mit dem ungelenken Gezappel jetzt sogar richtig Geld. Ein Kaugummiproduzent und ein Reiseveranstalter sponsern den Wahnsinnstrip des 29-jährigen Amerikaners.
Es begann mit Musik. Dann folgten die Fotocommunitys. Jetzt heißt der neueste Hit im Internet Video-Sharing.
Abertausende Digicam-Coppolas und Videohandy-Spielbergs laden ihre selbst produzierten Gesamtkunstwerke auf Videoportale wie YouTube, MyVideo, Yahoo oder Google Video und teilen sie dort mit der WWWelt.
Mit 40 Millionen Videos für 47 Millionen Seher pro Monat ist YouTube die klare Nummer eins unter den Filmtauschbörsen, liegt mit einem Marktanteil von rund 43 Prozent deutlich in Führung. Ob thailändische Musikclips, Lebensbeichten wirrer Freaks, popelnde Nerds, Werbespots oder Sportunfälle für jeden ist was dabei, jeder kann seinen Senf dazugeben, den Clip in sein Weblog einbinden oder mit Schlagworten (Tags) versehen.
Wir sind das ultimative Reality-TV. Jeder kann einen Blick auf das Leben anderer Menschen erhaschen oder selber zum Promi werden, sagt YouTube-Gründer Chad Hurley, juvenile 29 und neuerdings selbst ein Star. Soeben verkauften Hurley und sein kongenialer Partner Chen das Videoportal an Suchmaschinengigant Google für unglaubliche 1,6 Milliarden Dollar.
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