Neue Erkenntnisse: "Kapitolinische Wölfin" in Rom wurde erst im Mittelalter geschaffen
- Berühmte Bronzestatue stammt nicht aus Antike
- Expertin: Verwendete Gießtechnik erst seit Mittelalter
Die weltberühmte Bronzestatue der "Kapitolinischen Wölfin" in Rom stammt nach Meinung einer italienischen Kunstexpertin nicht aus der Antike, sondern aus dem Mittelalter. Die Skulptur, die im Museum auf dem römischen Kapitol zu sehen ist, sei mit einer Gießtechnik geschaffen worden, die es erst seit dem Mittelalter gebe. Dies habe die italienische Kunsthistorikerin Anna Maria Carruba bei jüngsten Restaurierungsarbeiten festgestellt.
Allerdings habe es bereits zuvor immer wieder Spekulationen über das Entstehungsdatum der vermeintlich etruskischen "römischen Wölfin" gegeben, schrieb der Superintendent für die archäologischen Kunstschätze der Stadt Rom, Adriano La Regina, in der Zeitung "La Repubblica" weiter. Die Statue ist eines der Wahrzeichen Roms. Das Standbild zeigt die Wölfin wie sie Romulus und Remus säugt, nach Überlieferung die beiden Gründer der Ewigen Stadt.
Nach der Erkenntnis von Carruba wurde das Bronzestandbild der "Wölfin" in einem einzigen Guss geschaffen. Dagegen hätten die Künstler der Antike und die etruskischen Meister die Skulpturen in mehreren Teilen gegossen. Bereits vor Jahren war bekannt geworden, dass die beiden Figuren Romulus und Remus erst im 15. Jahrhundert zur "Wölfin" hinzugefügt würden.
(apa)
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