Montag, 20. November 2006

BAWAG-Verkauf: Preis für ÖGB-Chef Hundstorfer nicht alleiniges Kriterium

  • Auch Arbeitsplätze & Standortsicherung wichtig
  • Verkauf bis Weihnachten als Wunsch ans Christkind

Für ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer ist beim geplanten Verkauf der gewerkschaftseigenen BAWAG P.S.K. der erzielbare Preis nicht das alleinige Kriterium. "Das ist eine Mischung aus vielem, und natürlich ist der Preis für uns da auch entscheidend", so Hundstorfer im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radio. Es gehe dabei um eine Gesamtmischung vieler Faktoren und die Frage der Arbeitsplätze, die Frage der Sicherung des Standortes und so weiter.

Hundstorfer fände es "schön", wenn der Verkauf der Bank noch bis Weihnachten abgeschlossen werden könne. Einen "Verkauf von Familiensilber" sieht der ÖGB-Präsident bei der Veräußerung nicht: "Jeder weiß, wie wir zu diesem Verkauf gekommen sind, jeder weiß die Notwendigkeit dieses Verkaufes." Am Ende des Tages würden "wir alle bemerken, dass das Maximum dessen, was möglich war, herausgeholt wurde."

Seit der Nacht von Montag auf Dienstag verfügt das vom ÖGB mit dem BAWAG-Verkauf beauftragte Investmenthaus Morgan Stanley über die bindenden - und auch teils aufgebesserten - Kaufangebote für die Gewerkschaftsbank. Eingelangt sein dürfte ein halbes Dutzend Angebote, Morgan Stanley hat sich bedeckt gehalten und lediglich von "signifikant mehr als drei" gesprochen.

(apa/red)

20.11.2006 10:47