Sonntag, 19. November 2006

Starkes Jahr für Raiffeisen Zentralbank: RZB erwartet für 2006 wieder Rekord-Gewinn

  • Rothensteiner: "Auf Milliarde kann nicht viel fehlen"
  • RZB-Chef gegen neuerlichen Umbau der FMA

Nach dem bisherigen starken Verlauf 2006 erwartet die Raiffeisen Zentralbank (RZB) für das volle Jahr 2006 wieder einen Rekordgewinn. Beim Überschuss nach Steuern (Nettogewinn) "kann auf die Milliarde nicht mehr sehr viel fehlen", meinte RZB-Chef Rothensteiner. Nach neun Monaten lag der Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheitsanteilen um 83,9 Prozent höher bei 622 Mio. Euro.

Zwei Sondererlöse sind heuer in der Bilanz verpackt. Zum einen der Buchgewinn bei Raiffeisen International von 102 Mio. Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an der kasachischen Bank TuranAlem. Im 4. Quartal nun fließt der Verkaufserlös für die ehemalige Raiffeisenbank Ukraine herein. Daraus gibt es noch einmal einen Buchgewinn von guten 500 Mio. Euro, sagte Rothensteiner. Vor Steuern lag der Überschuss bis September mit 1,032 Mrd. Euro (plus 48 Prozent) erstmals über der Milliardenschwelle.

Seit Dezember ist die Bilanzsumme um 13,2 Prozent auf 106,2 Mrd. Euro angewachsen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um mehr als 9.500 auf 55.755. Rund 4.100 Stellen wurden dabei neu geschaffen - wie immer fast zur Gänze in den in der börsenotierten Ostbankenholding Raiffeisen International (RI) vereinigten Töchter in Ost- und Südosteuropa.

Rothensteiner würde die heimische Finanzwelt gerne von einer neuerlichen Neuordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) bewahrt wissen. "Ich will nicht, dass wir bei jeder neuen Wahl eine neue FMA kriegen". Er jedenfalls sieht keinen Umbau-Bedarf. Die FMA habe hochkarätige Experten. Sie sollten "in Ruhe arbeiten können".

(apa)

19.11.2006 16:22