Montag, 13. November 2006

Scheineverfall: Droge keine Erklärung für zerbröselnde Geldscheine in Deutschland

  • "Crystal Speed" scheidet nun als Ursache aus
  • Weiterhin keine eindeutige Aufklärung des Rätsels

Für die in Deutschland gehäuft auftretenden zerbröselnden Geldscheine gibt es weiterhin keine eindeutige Erklärung: Die Vermutung, die Scheine hätten sich durch die Partydroge "Crystal Speed" aufgelöst, scheidet nach Auffassung des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA) aus.

Bei Crystal Speed handele es sich um eine künstlich hergestellte Droge, die keine Stoffe enthalte, die zu Säure umgesetzt werden könnten, erklärte das LKA in Mainz. Für die Zerstörungen der Banknoten sei aber eine relativ starke Säure wie Schwefelsäure erforderlich. Es hatte Berichte gegeben, wonach die Droge Ursache für den Zerfall der Scheine sein könnte.

In Deutschland waren in den vergangenen Monaten zahlreiche Euro-Geldscheine aufgetaucht, die sich bei Berührung selbst zersetzen. Die Bundesbank hatte Anfang November vermutet, die Scheine seien offenbar mit Chemikalien wie Säuren in Berührung gekommen.

(apa)

13.11.2006 16:36