'Go' für Speed-Rennen in Lake Louise: ÖSV-Teams kommen komplett in Nordamerika an
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Seit diesem Wochenende sind die österreichischen ÖSV-Alpinteams in Nordamerika, wo der Weltcup mit Rennen in Lake Louise/Kanada (Herren) und Aspen/USA (Damen) fortgesetzt wird, komplett. Während FIS-Renndirektor Helmut Schmalzl für Abfahrt und Super G der Herren am 25./26. November in Lake Louise bereits grünes Licht gegeben hat, steht das offizielle O.K. für Riesentorlauf und Slalom der Damen in Aspen noch aus.
Im Nobel-Skiressort Aspen ist man aber zuversichtlich, die Rennen dank zuletzt deutlich gesunkener Temperaturen und ein klein wenig Neuschnee programmgemäß durchführen zu können. Keine Schneeprobleme haben die ÖSV-Teams, die bereits seit über einer Woche östlich von Aspen in den Rocky Mountains trainieren. Tiefe Temperaturen und jüngst sogar 45 Zentimeter Neuschnee schufen für Hermann Maier, Benni Raich und Co. zuletzt in Copper Mountain eine perfekte Winteridylle, sehr zur Freude auch der jüngst angereisten Technik-Herren.
Während Maier und Konsorten von Colorado aus nach Kanada zu den ersten Speed-Rennen aufbrechen, sind die zuletzt vom Warmwetter in Österreich etwas gebremsten ÖSV-Abfahrerinnen direkt zu ihren männlichen Kollegen ins kanadische ÖSV-Trainingscenter Sun Peaks geflogen. Sie bestreiten eine Woche nach den Herren ihren Speed-Auftakt in Lake Louise.
Nicht mit dabei waren aber Asse wie Renate Götschl und Alexandra Meissnitzer, die am (heutigen) Samstag nach Colorado abhoben und sich dort zunächst auf den Aspen-Riesentorlauf vorbereiten. Die seit heuer in der Abfahrtsmannschaft trainierende Marlies Schild ist zwecks Zeitumstellung schon seit Tagen dort, was wenige Tage nach dem siegreichen "Parallelslalom" von Levi ein Wiedersehen mit ihrem Freund Benjamin Raich ermöglichte. Dass Schilds Material nicht rechtzeitig mitgekommen war, störte deshalb weniger als im Fall von US-Star Bode Miller, der mangels Ski zunächst zur Tatenlosigkeit gezwungen war.
Die ÖSV-Damen waren zuletzt etwas vom Wetterpech verfolgt gewesen. Sun Peaks war erst verspätet mit den Vorbereitungen fertig geworden, das Ersatztraining diese Woche auf der heimischen Reiteralm fiel dem Warmwettereinbruch in Österreich zum Opfer. Abfahrts-Coach Jürgen Graller trauerte aber mehr um Sun Peaks. "Dort hatten wir im Vorjahr eines der besten Trainings überhaupt bisher, schade drum."
Insgesamt ist man aber bei Österreichs Speed-Damen inklusive Götschl, die mit ihrer Material-Umstellung auf Atomic "voll zufrieden" ist, im Plan. Auch deshalb, weil es in allen ÖSV-Teams bisher in der Vorbereitung keine gröberen Verletzungen gegeben hat, sieht man vom fußballerischen Pech des Slalom-Olympiazweiten Reinfried Herbst (Knieverletzung) ab. "Vielleicht lag es daran, dass wir im Frühjahr eine längere Pause gemacht haben. Weniger Risiko haben wir jedenfalls nicht gekommen. Ich muss auf Holz klopfen", sagte Graller.
(apa/red)
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