Freitag, 17. November 2006

Ein patschertes Leben: Ex-Boxweltmeister Rocchigiani muss schon wieder ins Gefängnis

  • Rückfällig: Aussetzung zur Bewährung verwirkt
  • Schlug 1996 auch einen Hausmeister im Prater nieder

Der frühere Boxweltmeister Graciano Rocchigiani (42) muss erneut ins Gefängnis. Das Kammergericht Berlin verwarf nach Beschwerden Rocchigianis gegen den Widerruf von zwei Bewährungsentscheidungen. Das Amtsgericht Tiergarten hatte den Deutschen 1997 und 1999 wegen Körperverletzung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Nach seiner Freilassung am 1. November 2002 habe der Boxer weitere Straftaten begangen und damit die Aussetzung zur Bewährung verwirkt. Das Kammergericht teilte nicht mit, wie lange er ins Gefängnis muss. Die Strafe setzt sich aus mehreren Verurteilungen zusammen. Wann Rocchigiani die Haft antritt, war zunächst unklar.

Auch in Wien war der deutsche Ex-Profi schon vor Gericht gestanden, nachdem er am 8. Dezember 1996 einen Hausmeister im Prater k.o. geschlagen hatte. Dafür hatte er vier Monate bedingt wegen schwerer Körperverletzung ausgefasst. Zu dem Streit war es damals gekommen, nachdem der Hausmeister sich über den frei laufenden Hund von "Rocky" beschwert hatte. Der Wiener hatte im Zuge der handfesten Auseinandersetzung einen offenen Nasenbeinbruch erlitten.

(apa/red)

17.11.2006 10:50