Dienstag, 14. November 2006

Fest der Pferde: Schweizer Doppelsieg durch Maendli & Etter in Wiener Stadthalle

  • Frühmann & Kayser verzeichneten Abwürfe

Einen Schweizer Doppelsieg hat es zum Abschluss des 21. "Fest der Pferde" in der Wiener Stadthalle gegeben. Der Sieger des Mercedes-Grand-Prix 2006 heißt wie im Vorjahr Beat Mändli. Er setzte sich im Stechen der acht besten Reiter auf Principal in fehlerfreien 30,17 Sekunden vor seinem Landsmann Daniel Etter durch. Dritter wurde überraschend der Deutsche Daniel Deusser. Für Thomas Frühmann reichte es nach einem Abwurf im Stechen "nur" zu Rang sechs.

Mändli durfte sich über einen Mercedes der B-Klasse im Wert von 29.000 Euro freuen, Etter kassierte für Platz zwei immerhin noch 15.000 Euro. Mändli hat sich in Wien auf drei verschiedenen Pferden (Pozitano, Ideo du Thot und Principal) durch, das ist außer ihm noch keinem gelungen. "Es ist eine große Ehre und schön, hier dreimal zu gewinnen. Ich habe jedes Mal mit einem Ausnahmepferd gewonnen". meinte Mändli. Verständlich, dass er 2007 gerne wiederkommen möchte.

Frühmann war etwas enttäuscht, The Sixth Sense, der heuer schon sechs Große Preise gewonnen hat, riss ein Hindernis nach enger Wendung. "Bei der Wendung hatte ich ein gutes Gefühl, aber vielleicht war der Weg zu gerade", meinte der Wiener, der wie Mändli und Hugo Simon bei drei Siegen hält. "Hoffentlich sind nächstes Jahr alle Dreifach-Sieger wieder mit dabei." Neben Frühmann erreichte von den heimischen Reitern noch Julia Kayser das Stechen, sie belegte mit einem Abwurf Rang acht.

Acht Reiter erreichten nach dem anspruchsvollen Grundparcours (12 Hindernisse/16 Sprünge), der in 69 Sekunden zu bewältigen war, das Stechen. Zahlreiche Topstars waren im Grundparcours ausgeschieden: Allen voran Weltranglisten-Leader und Weltcupsieger Marcus Ehning, der einen Abwurf verzeichnete, sowie Doppel-Europameister Christian Ahlmann (GER/8 Fp.) und der Olympiasieger 2000 und Mannschafts-Weltmeister Jeroen Dubbeldam (NED).

Pech hatte auch Hugo Simon, der mit seinem 11-jährigen Hengst Hors la Loi zum ersten Mal so einen schweren Umlauf ging. Der 64-jährige Evergreen meisterte den Parcours zwar fehlerfrei, doch in 70,28 Sekunden verfehlte er das Zeitlimit hauchdünn um 1,28 Sekunden. "Ich habe schon gemerkt, dass ich nicht so schnell wie nötig bin, wollte aber den Rhythmus nicht brechen. Jetzt ärgere ich mich ein bisschen, dass ich am Wassergraben nicht etwas mehr zugelegt habe, denn im Stechen ist es ein sehr schnelles Pferd. Aber ich werde noch viel Freude mit ihm haben", erklärte Simon.

(apa/red)

14.11.2006 09:06