Terroristen verlieren nun alle Hemmungen: Sprengstoff-Puppe zerreißt im Irak 3 Kinder
- Viertes Kind durch hinterhältige Bombenfalle verletzt
- Gewaltwelle ohne Ende: Wieder Dutzende Todesopfer
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Bei einer neuerlichen Massenentführung im Irak
Extremisten haben im Nord-Irak drei Kinder mit einem Sprengsatz getötet, der in einer Puppe versteckt war. Laut Polizei in der Sunniten-Enklave Howeija bei Kirkuk hätten Augenzeugen berichtet, sie hätten in der Straße, in der die Sprengstoff-Puppe detoniert sei, kurz zuvor mehrere bewaffnete Männer gesehen. Die Menschen hätten außerdem erklärt, die Puppe sei erst explodiert, als eines der Kinder sie berührt habe. Ein viertes Kind wurde durch die Explosion verletzt.
Die Gewaltwelle im Irak nimmt kein Ende: Allein am Sonntag wurden bis Mittag fast 50 Menschen getötet. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich dabei in der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Hilla, wo ein Selbstmordattentäter mit seinem Kleinbus in eine Gruppe wartender Tagelöhner fuhr und 22 von ihnen bei der Explosion seines Fahrzeugs mit in den Tod riss. 44 Personen wurden verletzt. In der Hauptstadt Bagdad erschütterte eine Serie von Autobombenanschlägen einen Busbahnhof. Zehn Menschen kamen dabei ums Leben.
Vize-Gesundheitsminister entführt
Unterdessen ist der irakische Vize-Gesundheitsminister von Unbekannten entführt worden. Ammar al-Saffar wurde in Bagdad von Bewaffneten aus seinem Haus im sunnitischen Viertel Aadhamiya verschleppt, wie aus Sicherheitskreisen in der irakischen Hauptstadt verlautete. Die Geiselnehmer seien am frühen Abend mit vier Fahrzeugen vorgefahren. Saffar ist wie Gesundheitsminister Ali al-Shemmari Schiit.
(apa/red)
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