Dienstag, 14. November 2006

Minderheitsregierung wäre "Katastrophe": Khol will Dreier-Koalition als letzten Ausweg

  • Seniorenobmann gegen FP-Forderung bei Pensionen
  • Zügige Arbeit im Eurofighter-U-Ausschuss gefordert

ÖVP-Seniorenbundpräsident Andreas Khol hofft angesichts der abgebrochenen Koalitionsgespräche darauf, "dass Alfred Gusenbauer ein Signal gibt in Richtung der ÖVP". Konkret nannte der VP-Politiker in der "Zeit im Bild 2" zwei Maßnahmen: Erstens die Festlegung, dass der Banken-U-Ausschuss das Bankgeheimnis respektiert. Und zweitens eine rasche Einigung auf eine Zeugenliste und einen Fahrplan für eine zügige Arbeit im Eurofighter-U-Ausschuss.

Ob der ÖVP-Vorstand den Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ beschließen wird, hängt laut Khol von den bis dahin laufenden "informellen Gesprächen" zwischen Rot und Schwarz ab. Sollte eine große Koalition nicht möglich sein, fordert Khol die Prüfung der möglichen Dreier-Koalitionen. Eine Minderheitsregierung wäre für ihn eine "Katastrophe". Den Ruf nach "neuen Gesichtern" an der Parteispitze erwartet Khol im VP-Vorstand nicht: "Meine Erfahrung ist, dass der Mannesmut vor Fürstenthronen schon in früheren Jahrhunderten nicht besonders ausgebildet war."

Abgelehnt wird von Khol die FP-Forderung nach 2,6 Prozent Pensionserhöhung. Dies sei "unseriös" und würde Kosten von einer Milliarde Euro verursachen, so Khol. Er sprach sich einmal mehr für die vom Seniorenrat geforderte Erhöhung im Ausmaß des "Pensionistenpreisindex" von 1,9 Prozent aus.

(apa/red)

14.11.2006 10:17