Montag, 13. November 2006

"Wir wollen keine Neuwahlen": Pühringer glaubt nicht an ÖVP-Gesprächsverweigerung

  • OÖ-LH: Gesprächs-Nein gilt während U-Ausschüssen
  • Ex-Klubchef Neisser fordert Abgang Schüssels

Die ÖVP wird laut Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer keinen endgültigen Verhandlungsabbruch beschließen. "Ich glaube nicht, dass wir eine Absage erteilen. Wir haben ja immer betont, dass unser Nein zu Verhandlungen für die Zeit der Untersuchungsausschüsse gilt", sagt Pühringer. Über eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche sagt Pühringer nichts.

Gerüchte, wonach Finanzminister Karl-Heinz Grasser (er sitzt zwar auf einem VP-Ticket in der Regierung, ist aber kein Parteimitglied) als ÖVP-Spitzenkandidat in die nächste Wahl ziehen könnte, weist der Landeshauptmann in den "Oberösterreichischen Nachrichten" indes zurück: "Ich glaube das nicht, das steht jetzt auch nicht zur Debatte. Wir wollen keine Neuwahlen."

Einen neuen Parteichef für die ÖVP fordert indessen der frühere ÖVP-Klubchef Heinrich Neisser. "Wolfgang Schüssel soll den Weg rasch freimachen. Die ÖVP braucht einen neuen Parteiobmann und einen neuen Generalsekretär, der mehr ist, als bloß ein Pressesprecher des Parteichefs", sagt er in der "Tiroler Tageszeitung".

(apa/red)

13.11.2006 21:23