Pröll nicht bei UN-Klimagipfel: Global 2000 übt heftige Kritik an der Bundesregierung!
- Energiereferentin: "Nimmt das Thema nicht ernst"
- Treibhausgasemmissionen sollen reduziert werden
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"Ganz offensichtlich nimmt die österreichische Bundesregierung das Thema Klimawandel nicht ernst", sagte die Energiereferentin von Global 2000, Silvia Herrmann. Die Organisation übte heftige Kritik an der Bundesregierung und besonders an Umweltminister Josef Pröll wegen dessen Abwesenheit bei der Ministerrunde des UN-Klimagipfels in Nairobi.
"Nach den massiven Versäumnissen bei der Einhaltung der eigenen Klimaschutzverpflichtungen scheint Bundesminister Pröll jetzt dankbar die Gelegenheit wahrzunehmen, sich peinliche Nachfragen auf internationaler Ebene zu ersparen", so Herrmann. Global 2000 wies darauf hin, dass die so genannte Kyoto-Zielperiode - also der Zeitraum, in dem die Staaten ihre Emissionsreduzierungen nachweisen müssen, wie sie im Kyoto-Protokoll festgelegt sind - 2008 beginnt und 2012 endet. Es sei jetzt höchste Zeit, Wege für den internationalen Klimaschutz nach 2012 zu finden.
Global 2000 forderte unter anderem die Umsetzung eines Anpassungs-Fonds, der genügend Mittel der Industriestaaten für Entwicklungsländer bereitstellen soll, damit sie sich auf die Folgen des Klimawandels einstellen können. Weiters sollten die Verhandlungen nach den Vorstellungen der Umweltschützer für die Zeit nach Ablauf des Kyoto-Protokolls starten und bis nächstes Jahr abgeschlossen sein.
Ziel sei es, deutlich ambitioniertere Emmissionsreduktionen als jene von Kyoto und vor allem verbindlichere Limits für die Industrieländer durchzusetzen sowie die Schwellenländer in die Verhandlungen einzubeziehen. Bis 2050 sollten die Industriestaaten ihre Treibhausgasemissionen um 80 Prozent verringert haben, so Global 2000. (apa/red)
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