Gute Vorausplanung für sicheres Reisen:
Mehr Eigenverantwortung der Passagiere
- Krankheitsfälle im Ausland sind oft sehr kompliziert
- Auch Betrügereien und Diebstähle können passieren

·Hilfe bei Unfälle und Krankheiten im Urlaub
FORMAT: Vorsorgen mit Reiseversicherungen
·Reiseversicherungen gegen Urlaubsstress
Rund 72 Schadensfälle werden pro Tag vermerkt
Viele Österreicher verreisen gerne. Mit Unfällen und Krankheiten im Urlaub rechnet jedoch kaum jemand. Die Anzahl der Schadensfälle auf Reisen sei zwar rückgängig, "komplizierte und vor allem teure Fälle nehmen aber zu", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Europäischen Reiseversicherung, Martin Sturzlbaum. Beim "Reise-Sicherheitsgipfel" am Donnerstagabend in Wien informierte die Versicherung zusammen mit Experten über vorbeugende Maßnahmen gegen große und kleine Unglücke auf Reisen.
Vor dem Reiseantritt würde vor allem oft auf die Gesundheit vergessen, mahnte die Reisemedizinerin Angelika Papousek: "Die Menschen informieren sich zwar über die Sehenswürdigkeiten, aber nicht über das nächste Krankenhaus." Krankheitsfälle im Ausland seien aber oft sehr kompliziert, und "die Kosten für einen normalen Touristen nicht abschätzbar". Die Tatsache, dass die Hälfte aller Österreicher sich ohne Reiseversicherung in den Urlaub begibt, ist für die Ärztin daher "verantwortungslos". Papousek appellierte daher an Passagiere, ihre Reise an den eigenen Gesundheitszustand anzupassen, notwendige Medikamente in ausreichender Menge einzupacken und sich vor Reiseantritt mit dem Hausarzt abzusprechen.
Betrügereien und Diebstähle
Auch die Brieftasche und das Konto sind auf Reisen oft Ziel von Betrügern und Dieben. So auch im Fall des Todes zweier junger Österreicher, die Anfang Februar diesen Jahres in Bolivien wegen ihrer Bankomatkarten einer Verbrecherbande in die Hände fielen. Walter Bödenauer von Europay Austria empfahl daher Reisenden, das Behebungslimit "vor allem in einkommensschwachen Ländern auf die örtlichen Begebenheiten zu senken". Eine andere Variante seien Prepaid-Karten, die nur mit einem bestimmten Wertbetrag aufgeladen werden können. Probleme mit präparierten Bankomat-Terminals, wie sie in Österreich und den Nachbarländern im Juni des Jahres aufgetaucht waren, gäbe es nicht mehr. Es habe sich dabei um ein "Einmalereignis" gehandelt, dass es auf Grund von Nachjustierungen nicht mehr gäbe, so Bödenauer.
Flug-Sicherheitsbestimmungen
"Nicht glücklich" zeigte sich Heribert Ressmann, von der Vienna International Security Services (VIAS) am Flughafen Wien-Schwechat über die seit Montag geltenden Flüssigkeitsbeschränkungen auf allen Flügen. Er hoffe, dass "sich die EU nach einer sechsmonatigen Testphase auf ein vernünftiges Maß an Sicherheitsbestimmungen" einigen werde. Denn "anstatt einfach etwas zu verbieten" sollten die Passagiere sollten laut Ressmann mehr in die Kontrolle einbezogen werden. "Es gibt auch andere Mittel, um Terroristen von normalen Passagieren zu unterscheiden", ist der VIAS-Geschäftsführer überzeugt. Als ein Modell der Zukunft kann er sich vollautomatische Kontrollen zum Beispiel bei Vielfliegern wie Geschäftsleuten vorstellen. (APA/red)
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