110 Mio. chinesische Urlauber bis 2008:
Europa ist auf den Ansturm nicht vorbereitet
- Für die chinesischen Touristen wird zu wenig getan
- Nahost-Ziele werden Europa den Rang ablaufen

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Europa muss sich besser auf Gäste aus China und Indien einstellen. Bei der jährlich stattfindenden Tagung des Weltreisemarktes (WTM) in London hieß es, dass sich viele europäische Länder derzeit noch nicht entsprechend auf die Besuchermassen aus Asien verbereitet haben. Reiseziele im Nahen Osten seien ihnen da einen Schritt voraus.
Allein im vergangenen Jahr reisten rund 14 Millionen Touristen aus Asien nach Europa. Angesichts dieses und des noch zu erwartenden Besucherstroms gebe es nicht genügend Parkplätze für Busse, vielerorts kämen Touristen nur schwierig in die Innenstädte. Viele Läden nähmen außerdem keine internationalen Kreditkarten an und es gebe nicht genug Geldautomaten. Außerdem fänden Gäste bisher zu wenig Broschüren vor, die ins Chinesische übersetzt seien.
Bis zum Jahr 2010 werde jährlich rund 110 Millionen Chinesen eine Reise nach Europa machen. Sie brächten Einnahmen von umgerechnet 74 Mrd. Euro.
Strandurlaub in Nahost
Die Reiseziele im Nahen Osten könnten den europäischen Reisezielen leicht den Rang ablaufen, wenn Europa sich nicht besser auf Urlauber aus China und Indien vorbereite, warnte der WTM, dessen Tagung noch bis Donnerstag läuft. Gerade für einen Strandurlaub sei Nahost angesagt, und immer mehr Fluggesellschaften flögen Ziele dort an. "Der Nahe Osten ist für seine Gastfreundschaft bekannt und liegt auch geographisch als weltweites Luftfahrtdrehkreuz perfekt zwischen Ost und West", heißt es in dem Bericht. (APA/red)
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