Weitere 40 Railjet-Fernzüge für die ÖBB:
Ende 2008 sollen die Railjets unterwegs sein
- Der Auftragswert wird auf 450 Mio. Euro geschätzt
- Die Produktion für erste 23 Züge sichert 200 Jobs

·In zwei Stunden von Wien nach Salzburg
23 neue ÖBB-Railjet-Züge ab Dezember 2008
·ÖBB kauft 23 Luxus-Züge für 244 Millionen
Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h erwartet
Zu den bereits georderten 23 Siemens-Railjet-Fernverkehrszügen wird die ÖBB 40 weitere bestellen. Schon bei der Bestellung der ersten Garnituren wurde die entsprechende Option vereinbart. Nun arbeiten die ÖBB an der Vorbereitung, diese Option zu ziehen. "Ich denke aber, es wird nicht mehr allzu lang dauern", sagte Bahn-Chef Huber am Rande des Produktionsstart des hochmodernen neuen Zugtyps in Wien vor Journalisten.
Der Wert des Folgeauftrags wird von Beobachtern auf rund 450 Mio. Euro geschätzt. Für die ersten 23 Züge zahlen die ÖBB 243,5 Mio. Euro, der Kaufpreis für die weiteren 40 Züge ist - abgesehen von einer geringfügigen Inflationsanpassung - im Rahmen der Option bereits fix vereinbart worden. Die ÖBB wollen die Ausgaben zum Großteil aus der eigenen Tasche finanzieren, der Rest soll über Kredite des internationalen Bahnfinanzierers Eurofima gedeckt werden.
Neue Arbeitsplätze
"Wenn die ÖBB die weiteren 40 Züge bestellen, werden wir ein riesen Fest veranstalten", sagte Siemens-Generaldirektorin Brigitte Ederer beim Produktionsstart. Der Bau der neuen Züge sichert derzeit bereits rund 200 Jobs in Österreich - 60 davon bei Siemens in Wien und Graz, 50 bei Zulieferern und 100 in den Fertigungshallen der ÖBB, die Teile der Endmontage übernehmen. Dazu kommen noch 40 weitere Jobs bei Siemens Slowenien. Je nach Auftragsdauer wären diese Jobs durch einen Folgevertrag über Jahre abgesichert, oder der Personalstand müsse vorübergehend noch weiter aufgestockt werden, sagte Ederer am Rande der Veranstaltung zur APA.
Ab Anfang 2008 kann man testen
Von den bereits georderten Zügen soll der ersten Anfang 2008 vom Band laufen und die Testfahrten aufnehmen. Bis Ende 2008 sollen dann neun Railjets im Linienverkehr der ÖBB unterwegs sein, erklärte Personen-Verkehrsvorstand Stefan Wehinger. Wehinger bezeichnete den Kaufpreis als "sehr gut und marktgerecht". Das Projekt werde sich "insgesamt rechnen", versicherte er.
In zwei Stunden von Wien nach Salzburg
Unterwegs sein sollen die Züge zunächst zwischen Budapest und München. Die Fahrzeit Wien-Salzburg soll mit den neuen Garnituren, die übrigens auch ein bordeigenes Bistro haben werden, nur noch 2 Stunden betragen. "Für österreichische Verhältnisse lässt sich der Zug als Hochgeschwindigkeitszug bezeichnen", sagte Bahn-Chef Huber. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Mehr sei auf Grund der topographischen Lage des Landes nicht drinnen. Entscheidend sei aber vor allem der Komfort und die Pünktlichkeit. (APA/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
