Freitag, 10. November 2006

E-MEDIA zeigt Intel's fantastische Vier:
Infos und erster Test zum "Core 2 Quad"

  • Neuer Vierkern-Prozessor soll um die Spitze kämpfen
  • Performancesteigerung von bis zu 70% zu erwarten

Vier gewinnt! - Im ewigen Prozessor-Rennen gegen AMD hat Intel jetzt wieder die Nase vorn: Während AMD seinen Vierkernprozessor Barcelona erst für Mitte 2007 avisiert hat, will Intel seinen ersten Desktopprozessor mit vier Rechenkernen noch im November ausliefern. - Als erstes Magazin Österreichs fühlte E-MEDIA Intels Superprozessor mit den vier Herzen schon vorab auf den Chip.

Intels neuer Quad-Core namens Core 2 Extreme QX 6700 folgt dem logischen Argument: "Was ist besser als zwei Prozessorkerne? - Vier Prozessorkerne!" Auf der Intel-Roadmap ist der QX (Codename: Kentsfield) übrigens der "Vierkern-Bruder" des gerade erst vorgestellten Core-2-Extreme-X6800-Doppelkerns.

Extreme Edition
Mit dem Vierkern-QX (Q = Quad) zielt Intel vorerst auf das "Extreme"-Segment, d. h. auf High-End-Desktop-PCs mit anspruchsvollen Multimediaanwendungen. Der in 65-nm-Technik gefertigte Quad-Core soll zum 1.000-Stück-Preis von umgerechnet 784 Euro an die Hersteller abgegeben werden.

Plus 70 Prozent Leistung
Im Vergleich zum Doppelkern (Core 2 Extreme X6800, 2,93 GHz) werkt der Quad-Core mit einer niedrigeren Taktfrequenz (2,66 GHz) - soll aber laut Hersteller mit einer Performancesteigerung von bis zu 70 Prozent punkten ...

Der Performance-Test
Wie sieht es damit aber in der Praxis aus? E-MEDIA musste nicht lange suchen, um für Intels neuen Quad-Core (hier in Gestalt von chiliGREENs Enthusiast Q 266, Euro 2.099,-) einen mächtigen Gegner zu finden. Der Name des Rivalen: Apples Mac Pro (Euro 6.089,-). Im Inneren des Profi-Mac arbeiten zwei Doppelkerne aus dem Reich der Serverprozessoren (2x Xeon 5100 mit je 3 GHz), was für "Quad-Performance" sorgen soll. Der dritte Testkandidat im Bunde: ein aktueller Core-2-Duo-PC "von der Stange" (chiliGREENs Enthusiast 4260 WXW, Euro 1.111,-).

Quad vs. 2x2-Xeon & Core 2 Duo
Im Test schlug der QX6700 die zwei Xeons des Mac vor allem in Disziplinen, für die er entwickelt wurde - anspruchsvolle Multimediaanwendungen und Games: Beim Umwandeln eines 236 MB großen High-Definition-Videos ins DivX-Format war der Quad-Core rund 14 Sekunden schneller. In Sachen Game-Performance (Doom 3) fuhr der Quad mit 194 Bildern pro Sekunde dem Mac (130 Bilder/Sekunde im Windows-Modus) ebenfalls um die Ohren. Allerdings: Die Game-Power hängt zum Gutteil von der Grafikkarte ab. Zum Vergleich: Im August testete E-MEDIA den "Zweikern" Core 2 Extreme X6800 mit der gleichen Grafikkarte wie im Quad - Ergebnis: 187 Bilder pro Sekunde.

Weit abgeschlagen in allen Disziplinen: der normale Intel Core 2 Duo. Die DivX-Konvertierung und das MP3-Encoden dauerten hier gut eine Minute länger als bei den anderen, beim Photoshop wuchs der Abstand bis auf 212 %.

Fazit
Der Quad ist schnell - die Leistungssteigerung von 70 Prozent stimmt: gegenüber Core 2 Duos. - Erst wenn Programme mit Vierkern-Optimierung da sind, wird's auch für Apples Doppel-Xeon eng.

Den kompletten Beitrag können Sie im aktuellen E-MEDIA nachlesen!

10.11.2006 12:16