Mittwoch, 8. November 2006

Umfrage: Neuwahl, Ja bitte!

  • Wahltag ist Zahltag: Die ÖVP ist im freien Fall

Wenn nichts mehr geht. Mehrheit für Neuwahlen wegen SP-VP-Verhandlungs-Patt.
Schwarzer Peter: 43 % geben Schüssel die Schuld am Stillstand, nur 13 % Gusi.

Die letzten sechs Wochen sind nicht spurlos an der österreichischen Bevölkerung vorbeigezogen. Dass die Nationalratswahl am 1. Oktober noch keine Konsequenzen auf der Regierungsbank gezeigt hat, verärgert ein politisch sonst eher langmütiges Volk. Seitdem die ÖVP vom Verhandlungstisch aufgestanden ist und erklärt hat, dass sie erst nach Beendigung der Eurofighter- und Banken-Untersuchungsausschüsse wieder zu Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ bereit ist, ist die große Koalition in weiteste Ferne gerückt.

57 Prozent für Neuwahlen. In der aktuellen NEWS-market-Umfrage gehen 66 Prozent der 500 Befragten weniger oder überhaupt nicht mehr davon aus, dass sich SPÖ und ÖVP noch auf eine gemeinsame Regierung einigen können. Platzen die großkoalitionären Träume tatsächlich, sind sensationelle 57 Prozent für Neuwahlen. Ein erstaunlicher Wert etwa fünf Wochen nach einer Wahl. Eine Zahl, die eindeutig belegt: Den ÖsterreicherInnen reicht es. Sie wollen Konsequenzen nach der Nationalratswahl und eine neue Bundesregierung sehen.

Das wochenlange Ringen um eine Regierung wird zu 43 Prozent jedenfalls ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel zur Last gelegt. Nur 13 Prozent machen SP-Chef Alfred Gusenbauer für den Stillstand verantwortlich. Allerdings: Immerhin 40 Prozent glauben, dass beide Parteien für die Verzögerung verantwortlich sind.

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8.11.2006 19:39