Stärkere Schneefälle am Südpol: Anstieg des Meeresspiegels könnte gebremst werden
- Meeresspiegelanstieg könnte auf 1,2mm/Jahr sinken
- Schneefälle am Südpol seit fünf Jahrzehnten gleich
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Die Steigung des Meeresspiegels könnte durch stärkere Schneefälle am Südpol von 1,8 Millimeter pro Jahr auf 1,2 Millimeter pro Jahr gebremst werden. Dies waren die Ergebnisse von Klimasimulationen des Forschungsinstitutes CNRS und der Universität Melbourne
Stärkere Schneefälle am Südpol können einer Berechnung zufolge den Anstieg des Meeresspiegels bremsen. Das ergaben Klimasimulationen des französischen Forschungsinstitutes CNRS und der Universität Melbourne. Durch das Abschmelzen von Gletschern und die wärmebedingte Ausdehnung des Meerwassers steige der Meeresspiegel um jährlich 1,8 Millimeter.
Niederschläge als Eis oder Schnee gebunden
Auch an den Rändern der Antarktis schmelzen Gletscher und Eismassen. Zugleich werden jedoch der Modellrechnung zufolge die Niederschläge im Zentrum des Kontinents Antarktika zunehmen, erklärten die Forscher. Diese blieben lange als Eis oder Schnee gebunden. Der Effekt baue sich mit der Klimaerwärmung über die Jahre auf. Am Ende des Jahrhunderts könne dies zu einer Dämpfung des dann jedoch auch stärkeren Meeresanstiegs um 1,2 Millimeter pro Jahr führen.
Schneefälle am Südpol konstant in den letzen Jahren
In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich der Schneefall am Südpol allerdings nicht signifikant verändert, wie ein US- Forscherteam kürzlich im Fachblatt "Science" (Bd. 313, S. 827) berichtete. Die Wissenschafter hatten unter anderem Daten von Eisbohrkernen und Wetterbeobachtungen ausgewertet. Jedoch seien die Schwankungen von Jahr zu Jahr sehr groß, betonten die Forscher. In den kommenden Jahrzehnten seien weitere Satellitenbeobachtungen nötig, um die künftige Schneeentwicklung zu beobachten.
(apa/red)
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