Wiener Studie beweist: Attraktive Verkäufer machen deutlich bessere Umsätze
- Gepflegtes Personal wirkt wesentlich kompetenter
- Hässliche Kunden könnten jedoch neidisch werden
Also doch: Hübsche oder jedenfalls gepflegte Verkäuferinnen und Verkäufer bringen bessere Umsätze. Das haben Wissenschafter am Lehrstuhl für Marketing der Universität Wien herausgefunden. Allzu modelhaft sollte das Personal allerdings auch wieder nicht sein. Vor allem Kunden, die sich selbst als eher hässlich empfinden, könnten neidisch werden, sagte Studienautor Claus Ebster gegenüber der APA. Der Forscher kündigte weitere Untersuchungen zu diesem Thema an.
432 waren im Rahmen der Studie aufgefordert, per Video unterschiedlich geschminkte Verkäufer und Verkäuferinnen bei der Arbeit zu beurteilen. Die Wissenschafter stellten generell fest, dass die Versuchspersonen attraktiv geschminktes Verkaufspersonal als wesentlich vertrauenswürdiger und kompetenter einschätzten. Sogar die Produkte, die von diesen hübschen Menschen vertrieben werden, wurden besser bewertet.
Ein Detail hat bei den Wissenschaftern der Uni Wien allerdings dafür gesorgt, dass sie nun nachhaken und weitere Untersuchungen anstellen wollen: Nicht die extrem hübschen, modelhaften Verkaufspersonen schnitten bei der Kundenbeurteilung am besten ab, sondern die eher gerade überdurchschnittlich attraktiven.
"Wir haben bisher zwei Theorien, warum dies so ist", erkärte Ebster. So könnte es sein, dass besondere Schönheit am Verkaufsstand eher deplatziert wirkt und sich der Erfolg daher wieder reduziert. Es dürfte aber auch ein ordentlicher Schuss Neid im Spiel sein. So zeigte sich in ersten, zusätzlichen Analysen, dass besonders Personen, die sich selbst als eher hässlich einschätzen, nicht auf modelhafte Verkäuferinnen und Verkäufer abfahren. (apa/red)
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