Samstag, 11. November 2006

Mysteriößer Geldfraß in Deutschland: Drogen womöglich Schuld an Scheine-Verfall

  • "Crystal Speed" häufig mit Euro-Noten geschnupft
  • Geld nach Entnahme aus Automat vielfach zerfallen!

Das Rätsel der sich auflösenden Euro-Geldscheine geht nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" womöglich auf eine Partydroge zurück. Das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt und die Deutsche Bundesbank gingen einer neuen Spur nach, berichtete das Magazin vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Drogenkonsumenten nutzen Geldscheine gerne als Unterlage zur Zerkleinerung der ursprünglich aus den USA kommenden Droge "Crystal Speed". Die kristallinen Körner der Substanz Metamphetamin würden auf den Banknoten zerkleinert und durch die aufgerollten Geldscheine über die Nase eingesogen.

Nach Einschätzung von Chemikern könnten Verunreinigungen der Droge mit Sulfaten versehen sein, die zusammen mit Schweiß zu einer aggressiven Säure führten. "Das ist eine neue Spur für uns", zitierte das Magazin einen Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts. In LKA-Labors würden befallene Geldscheine auf Drogen untersucht.

Anfang des Monats war bekannt geworden, dass in Deutschland seit dem Sommer etwa 1.500 Euro-Geldscheine aufgetaucht sind, die kurz nach ihrer Entnahme aus dem Geldautomaten zerfielen. Einen Herstellungsfehler hat die Deutsche Bundesbank ausgeschlossen. (apa)

11.11.2006 13:47